Schwetzingen

Schloss in Flammen Operngala mit den Protagonisten des Mannheimer Nationaltheaters und einem Finale mit partiturgerechtem Feuerwerk

Es ist längst eine Kultveranstaltung

Dass die am Samstag, 21. Juli (20 Uhr), zum siebten Mal im Schwetzinger Schlossgarten stattfindende Veranstaltung „Schloss in Flammen“ für das Nationaltheater Mannheim nicht irgendeine Veranstaltung ist, zeigte die personelle Präsenz bei der gestrigen Pressekonferenz: Denn mit Opernintendant Albrecht Puhlmann, Operndirektor Marvin Wendt und Generalmusikdirektor Alexander Soddy waren gleich die drei für die Operngala wichtigsten Protagonisten vor Ort.

Und sie sind genauso Feuer und Flamme für diesen Abend wie Sandra Moritz, die Leiterin der Schlossverwaltung, und Erwin Clausen. Der Konzertveranstalter ist ein bekennender Opernfan und organisiert die Großveranstaltung deswegen mit besonderer Leidenschaft: „Es ist einfach ein schönes Event mit toller Musik und tollem Ambiente“, schwärmt er. Es habe zwar etwas gedauert seit der ersten Auflage vor zehn Jahren, aber inzwischen sei „Schloss in Flammen“ eine echte Marke. Oder, um es mit den Worten von Oberbürgermeister Dr. Rene Pöltl zu sagen: „Es ist Kult geworden.“ Und die „Krönung der Geschichte“ sei die Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Mannheim: „Das ist eines der besten Opernensembles mit einer wahnsinnigen Qualität.“

Krönender Abschluss

Über dieses Lob freuten sich die drei Repräsentanten des Mannheimer Hauses sichtlich. Und ihnen ist die große Vorfreude auf die Gala anzumerken.„Das sei nicht nur der Abschluss, sondern der Höhepunkt des Festivals „Mannheimer Sommer“ – quasi die Weiterentwicklung des Mannheimer Mozartsommers“. Nun erweitert sich das Spektrum von Mozart bis heute und lenkt den Blick auf eine wichtige europäische Epoche, die Aufklärung.

Die seit vielen Jahren eingeführte Operngala „Schloss in Flammen“ ist Bestandteil des Festivals geblieben. Und der Schwetzinger Schlossgarten, der ohnehin etwas vom Geist Mozarts widerzuspiegeln scheint, wird auch dabei wieder in den Mittelpunkt der Wahrnehmung gerückt.

„Es ist eine große Freude, diese fantastische Musik einem großen Publikum präsentieren zu dürfen“, betonte Alexander Soddy. Der derzeitige Generalmusikdirektor wird das Orchester des Nationaltheaters dirigieren. Unter seiner Leitung erleben die Zuhörer romantische Arien der italienischen Opern von Mascagni über Giordano bis Puccini und französische Stücke von Saint-Saëns, Gounod und Berlioz. „Ich glaube, wir haben eine gute Balance gefunden“, zeigte sich Operndirektor Marwin Wendt zufrieden. Es stünden sehr beliebte Melodien, echte Opernschlager auf dem Programm, aber auch weniger bekannte, die genauso reizvoll seien. Darauf ist auch Alexander Soddy gespannt: „Es sind einige Stücke dabei, die ich noch nie dirigiert habe.“ Bei diesem Orchester und diesen Sängern („Ein Schatz, den wir da haben“), ist ihm aber nicht bange.

Zumal Erwin Clausen mit modernster Ton- und Übertragungstechnik für glasklaren Klang bis in die hintersten Reihen sorgen will. „Die Tontechniker sind echte Klassik-Spezialisten“, betont er. Dort hinten, wo die unzähligen Picknickgäste ihre Köstlichkeiten ausbreiten werden, ist dank einer zweiten LED-Großprojektion das Geschehen auf der Bühne an der Hirschgruppe quasi hautnah“ zu erleben.

„Endlich mal Wagner“

Und was wäre „Schloss in Flammen“ ohne großes Finale mit Musik und einem partiturgerechten Synchronfeuerwerk. Die Zuschauer sehen und hören diesmal zu einer pyrotechnischen Inszenierung Werke von Charles Gounod und Richard Wagner. „Endlich mal Wagner, das war noch nie bei Schloss in Flammen“, schmunzelte Marwin Wendt. Der berühmte Walzer aus Gounods „Faust“ und die Ouvertüre zu Richard Wagners „Das Liebesverbot“ seien auch Herausforderungen für die Pyrotechniker, weiß der Operndirektor. Marwin Wendt. Aber mit Thomas Fischer und Renzo Cargnelutti sind zwei wahre Pyrokünstler am Werk, die alljährlich die Ludwigsburger Festspiele mit ihren Installationen in einen wahren Feuerzauber verwandelt haben.

Die Moderation liegt wieder bei dem beliebten kurpfälzischen Kabarettisten Chako Habekost, der schon viele Male dieser Operngala seine unverwechselbare Farbe gegeben hat. „Er liebt diese Veranstaltung“, weiß Marwin Wendt.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional