Schwetzingen

So ist es richtig Neun Personen haben das Coronavirus

Es sind mehr Menschen in Quarantäne

Die Corona-Statistik, die das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises herausgibt, besagt, dass sich mit Stand 29. Juni 145 Personen im Rhein-Neckar-Kreis in Quarantäne befanden. Diese Zeitung hatte am Dienstag berichtet, dass es derzeit „neun Menschen im Kreis in Quarantäne“ gibt. „Dies ist meines Erachtens unzutreffend“, weist Leser Dieter Beil aus Altlußheim die Redaktion hin. Und damit hat er Recht.

Diese Zahl – neun – bezieht sich nur auf die Personen, die wegen eines positiven Virusnachweises in Quarantäne sind. Dazu kommen aber noch Menschen, die in Quarantäne sind, weil sie entweder eine Kontaktperson einer infizierten Person sind oder zum Beispiel Reise-rückkehrer, verdeutlicht Ralph Adameit, Pressesprecher im Landratsamt auf Anfrage. Reiserückkehrer müssen sich nach einem Auslandsaufenthalt laut Corona-Verordnung in vierzehntägige Quarantäne begeben. Kontaktpersonen gab es mit Stand Montag im Rhein-Neckar-Kreis 46, Reiserückkehrer 99. Stand Dienstag, 30. Juni, sind es 48 Kontaktpersonen der ersten Kategorie und 119 Reiserückkehrer, also 20 mehr als am Montag.

Die Kontaktkette macht’s

„Die Gesamtzahl der Personen in Quarantäne war anfangs noch aussagekräftig insofern, dass man ein Gefühl dafür bekommen hat, wie viele Kontaktpersonen bei steigenden Infektionszahlen hinzugekommen sind“, erläutert Adameit zur Statistik, die eine Gesamtzahl derzeit nicht aufzeigt, und erklärt: „Zum Vergleich: Ende März/Anfang April waren es für rund zwei Wochen im Rhein-Neckar-Kreis zeitgleich über 1000 Menschen, die in Quarantäne waren.“ Dann kamen die ersten Tage, an denen es hintereinander glücklicherweise keine nachgewiesenen Neuinfektionen gab. Doch die Zahl der Personen in Quarantäne stieg trotzdem an, während die Zahl der „aktiven Fälle“ gleichblieb oder sank, was letztlich in den Kontaktketten begründet liegt. kaba

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