Schwetzingen

Schlossgarten Sonderführung durch das Arboretum

Exoten erkunden und lustwandeln

Archivartikel

Abseits von den üblichen Gartenwegen im Schlossgarten der kurfürstlichen Sommerresidenz verbergen sich zwei Schätze: das „Arborium Theodoricum“ – der Baumgarten des Kurfürsten Carl Theodors – und das Arboretum, eine forstbotanische Sammlung von Gehölzen. Tausende von Pflanzen aus der ganzen Welt gelangten in diesen Teil des Gartens, direkt hinter der Orangerie.

Im Themenjahr „Von Tisch und Tafel“ laden die Staatlichen Schlösser und Gärten ihre Besucher zu einem Gartenerlebnis mit Genuss ein: Die Reihe des „Rundgangs durch die Arboreten“ wird fortgesetzt.Der zweite Termin ist Samstag, 23. Juni, weitere Führungen finden im Juli und August statt. Die Gäste erfahren Interessantes und Kurioses über Bäume – von der Bauernregel bis zur Medizin.

Der Schlossgarten empfängt seine Besucher mit der ganzen Pracht der französischen Gartenbaukunst. Ganz am nördlichen Rand des Gartens erstreckt sich hinter der Orangerie bis zum Tempel der Botanik eine Besonderheit, die von dem nach barockem Muster streng geometrisch angelegten Garten abweicht: das „Arborium Theodoricum“, auch Wiesentälchen genannt, das ab 1777 hier von dem Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell angelegt wurde und zum Wegbereiter des neuen, englischen Gartenstils in Süddeutschland avancierte.

Ein Park für Studienzwecke

Während der badischen Herrschaft entstand ab 1804 unter dem Nachfolger von Sckells, dem Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher, ein weiteres Arboretum. Im Areal nördlich der Orangerie, des Badhauses und des Naturtheaters legte Zeyher einen forstbotanischen Garten zu Studienzwecken für junge Gärtner an, in dem er die stolze Zahl von 9500 Gehölzen sammelte – eine in Deutschland damals einzigartige Auswahl.

Viele dieser Schätze sind auch heute noch zu besichtigen und werden am 23. Juni bei der Führung durch das Arboretum vorgestellt – wie beispielsweise der Jahrtausendbaum Ginkgo, die imposanten mächtigen Mammutbäume oder der Maulbeerbaum. Zum genussreichen Abschluss des Rundgangs am „Ende der Welt“ gibt es Hochprozentiges aus den Früchten der Bäume zu probieren: Maulbeerlikör oder Vogelbeerenschnaps. zg

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