Schwetzingen

Corona-Verordnung Vorgaben für Kitas zu kurzfristig

Familienfeiern wieder möglich

Archivartikel

Nach und nach kehrt weitere Normalität in vielen Lebensbereichen ein, allerdings immer in Anwendung der Hygiene- und Kontaktbestimmungen. Die Landesregierung hat am Samstag erneut eine weitere Änderung der Corona-Verordnung mit Lockerungen der Schutzmaßnahmen beschlossen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Diese Änderungen treten an diesem Montag, 18. Mai, in Kraft, weitere Änderungen, die im Grunde bereits beschlossen sind, sollen am 29. Mai und am 2. Juni folgen. „Leider kommen die Details für die ab 18. Mai geltenden Änderungen sehr knapp, so dass die Stadt und die verschiedenen Träger nicht in der Lage sein werden, bereits ab kommenden Montag die so dringend erwartete Erweiterung der Kinderbetreuung umzusetzen“, heißt es aus dem Rathaus (wir berichteten).

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl appelliert: „Ich möchte Sie bitten, die Gastronomen und die Betreiber unserer Kindergärten zu unterstützen, damit die neuen Erweiterungen unserer veränderten Lebensnormalität gut funktionieren und wir gemeinsam erreichen, die nach wie vor bestehenden Infektionsrisiken weiterhin wirksam zu begrenzen. Bislang ist dies sehr gut gelungen, weil wir ganz überwiegend sensibel und besonnen agieren.“

Die Gaststätten können ab Montag ihren Betrieb aufnehmen. Für den Betrieb der Gaststätten gelten grundlegende Einschränkungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, um den notwendigen Infektionsschutz zu gewährleisten (wir berichteten). Es dürfen nur Speisegaststätten, Cafés und Eisdielen wieder öffnen. Geschlossen bleiben weiterhin reine Schankwirtschaften, Shisha-Bars, Bars, Clubs und Diskotheken. Der Gastwirt muss den Namen des Gastes, Datum und Uhrzeit des Besuchs, und Kontaktdaten – beispielsweise E-Mail-Adresse oder Telefonnummer – festhalten. Dies ermöglicht im Fall der Corona-Infektion eines Gastes die Nachverfolgung der Infektionskette. Nach vier Wochen muss der Gastwirt diese Daten zwingend löschen. In geschlossenen Räumen sind auch private Feiern wieder erlaubt, wenn sich dort nur diese Personen aufhalten und der Raum für andere Personen nicht allgemein zugänglich ist. In diesem Fall gelten die Einschränkungen für den privaten Bereich – eigene Familie plus ein anderer Haushalt. Die allgemeinen strengen Hygieneanforderungen für die Gastronomie sind auch dann einzuhalten. Die Gastwirte werden die Gäste um das Tragen einer Schutzmaske beim Weg in und aus der Gaststätte und zur Toilette bitten. Für den Besuch einer Gaststätte bedarf es keiner vorherigen Reservierung, es sei denn, der Gastwirt sieht dies ausdrücklich vor. Die Gastronomen werden umfassende Hygienevorkehrungen zum Schutz der Gäste und ihrer Mitarbeiter treffen.

Kindergärten entscheiden

Die Betreuung in den Kindergärten wird zu einem sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb ausgeweitet. Die Stadt und die verschiedenen Träger arbeiten daran, die Vorgaben, die am Samstag vom Land kamen, schnell umzusetzen. So lang gilt, dass maximal die Hälfte der bei normaler Öffnung betreuten Kinder in die einzelnen Gruppen aufgenommen werden dürfen. Vorrang in der Betreuung besteht nach wie vor für Kindern von Eltern, die in systemrelevanten Berufen tätig sind. Darüber hinaus haben Kinder mit vom Jugendamt festgestelltem besonderen Betreuungsbedarf Vorrang. Die Einrichtungen kommen auf die Eltern zu, sobald sie ihre Planungen abgeschlossen haben. Anschließend findet die notwendige Prüfung und Auswahlentscheidung statt. Die Entscheidung über die Aufnahme weiterer Kinder trifft die Leitung des Kindergartens. zg

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