Schwetzingen

Fliege macht Wein madig

Archivartikel

Katja Bauroth über wichtige Erkenntnisse der Wissenschaft

Am Bodensee tauschen sich dieser Tage bei der 69. Lindauer Nobelpreisträgertagung 580 junge Wissenschaftler aus 89 Ländern und 39 Nobelpreisträger aus. Sie alle haben die Zukunft im Blick, treiben Entwicklungen voran, die der Menschheit dienen.

Nichts anderes machen eigentlich auch die Ig-Nobelpreisträger. Ig steht für das englische Wort „ignoble“ und heißt auf Deutsch „unwürdig“. Und ja: Es gibt derartige Preisträger und die beschäftigen sich mit lebenswichtigen Fragen. Paul Becher, Sebastien Lebreton, Erika Wallin, Erik Hedenstrom, Felipe Borrero-Echeverry, Marie Bengtsson, Volker Jörger und Peter Witzgall etwa erhielten im vergangenen Jahr im Bereich Biologie eine solche Auszeichnung für den Nachweis, dass Weinkenner zuverlässig eine einzelne Fliege im Weinglas riechen können. Denn wenn eine weibliche Fruchtfliege in ein Weinglas gelangt (und dort zumeist leider ertrinkt), verdirbt der Geruch der Fliege den Wein. Viele können die Fliege bestenfalls sehen, einige womöglich nur noch schmecken, aber Kenner haben dafür ein Näschen.

Auch schön: Im Bereich Wissenschaft gab’s den Ig-Nobelpreis für ihre Untersuchung, ob der Einsatz von Voodoo-Puppen geeignet ist, Chefs ihre Bösartigkeiten zu vergelten.

Nun, dass kann jeder wohl am besten selbst herausfinden . . .

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