Schwetzingen

Die Linke Beim Wahlmarathon die Kandidaten für zwei Wahlkreise festgelegt und den Kreisvorstand neu bestimmt

Florian Reck will in den Landtag ziehen

Archivartikel

Region.Wahlmarathon bei der Linken: Am Sonntag hatte der Kreisverband Rhein-Hardt zur Mitgliederversammlung in den Welde-Saal im „Blauen Loch“ in Schwetzingen eingeladen. Während im Biergarten etliche Ausflügler das schöne Wetter genießen konnten, fand drinnen eine Versammlung der besonderen Art statt, denn, so betonte Edgar Wunder vom Landesvorstand, „formell finden hier drei völlig verschiedene Wahlversammlungen statt.“

In einer anschließenden Pressemitteilung heißt es: Um der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, und sich in großer Runde nur einmal treffen zu müssen, hatte der bisherige Kreisvorstand nämlich beschlossen, die Aufstellungsversammlungen für die beiden zum Verbandsgebiet gehörenden Landtagswahlkreise 37 (Wiesloch) und 40 (Schwetzingen) sowie die Wahl des neuen Kreisvorstandes am selben Termin abzuhalten – unter den erschwerten Bedingungen.

Am Ende des Wahlmarathons stand dann fest: Als Direktkandidat im Wahlkreis 40 wird Florian Reck aus Oftersheim mit der Ersatzkandidatin Hanna Matuschek aus Ketsch ins Rennen gehen. „Wir wollen den Wahlkampf in der Region als Kandidierendenduo ordentlich aufmischen,“ versprechen die beiden Linken. „Dabei wollen wir uns besonders für die dringend notwendige sozial-ökologische Wende im Land, für mehr Transparenz und Demokratie, für gerechte Bildung und für eine demokratisch organisierte Transformation von Industrie und Verkehrswesen einsetzen. Wir positionieren uns ganz klar antifaschistisch und solidarisch mit allen, die von Gewalt und Diskriminierung betroffen sind!“ Beide Kandidaten wurden einstimmig gewählt, es gab keine Gegenkandidaten.

Heinrich Stürtz tritt wieder an

Ebenfalls einstimmig gewählt wurden die Kandidaten für den Wahlkreis 37: Hier wird Heinrich Stürtz als Direktkandidat antreten, der früher auch schon für den Bundestag kandidiert hat. Unterstützt wird er von Ecevit Emre. Im Zuge der Corona-Krise, so Stürtz, sei es nun nicht nur wichtig, „die Kuh vom Eis zu kriegen“, sondern auch zu fragen, „wie ist die Kuh überhaupt aufs Eis gekommen, und wie bekommen wir es hin, dass sie da nicht wieder landet?“

Demnach müsse die Linke gerade jetzt den Finger in die Wunde legen und zeigen, wo bei der Vorbereitung und Bewältigungspolitik rund um die Corona-Pandemie eben doch einiges falsch gelaufen sei. Darüber dürften aber auch andere Probleme, die im Zuge der Corona-Krise in den Hintergrund gerückt seien, nicht zu kurz kommen, ergänzt Emre. So wolle er dafür Sorge tragen, dass die Partei sich im Kampf gegen rechtsradikale Hetze klar positioniere.

Auch einen neuen Kreisvorstand hatten die Parteimitglieder zu wählen. Dieser setzt sich nun wie folgt zusammen: Der Schwetzinger Stadtrat Werner Zieger bleibt Kreisschatzmeister. Ebenfalls wieder gewählt wurden Hanna Matuschek, Heinrich Stürtz und Marion Zieger.

Neu in den Kreisvorstand berufen wurden der langjährige Gewerkschafter Andreas Erker, der sich auch im Bündnis für gerechten Welthandel engagiert, sowie Monika Richter, die sich besonders für die Rechte von Frauen in der Region einsetzen will. „Gerade unter der Corona-Krise leiden Frauen ganz besonders, deshalb müssen wir aufpassen, dass erkämpfte Fortschritte nicht verloren gehen!“, erklärt die Schwetzingerin laut Pressemitteilung der Linken vom Dienstag. zg

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