Schwetzingen

Totschlagsprozess Brüder des Opfers zeichnen anderes Bild

Frau drohte Ehemann mit Mord

Archivartikel

Schwetzingen/Mannheim.Im Prozess gegen eine 54-jährige Schwetzingerin, die ihren Mann (55) mit fünf bis acht Schlägen mit einem Kerzenständer aus Glas umgebracht haben soll, sagten am Montag Angehörige aus. Die 22-jährige Tochter verweigerte die Aussage. Ihr 23-jähriger Freund bestätigte laute Streitigkeiten, wenn er mal bei der Freundin übernachtet habe. Seine Freundin habe ihm gegenüber vom Fremdgehen des Vaters und von körperlichen Auseinandersetzungen berichtet.

Zeuge spricht von „Hassliebe“

Die Vernehmung eines Bruders musste aufgrund von Sprachschwierigkeiten abgebrochen werden. Aber der ältere Bruder, der ebenfalls Nebenkläger ist, zeichnete ein anderes Bild von der Angeklagten. Diese habe ihren Mann schon in Weißrussland betrogen. Sie habe gesagt, wenn ihr Mann nicht ausziehe, werde sie ihn umbringen. Er sprach von „einer Hassliebe, in der keiner mit dem anderen und keiner ohne den anderen gekonnt hat“. Seinen Bruder habe er oft dazu aufgefordert, „diese Frau zu verlassen“.

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