Schwetzingen

Musikszene Schwetzingens älteste Band „Music Power“ probt virtuell und hat auch zwei neue Songs einstudiert / Botschaft an die Freunde und Fans

„Freuen uns auf den ersten Live-Auftritt nach Corona“

Archivartikel

Die Kultur- und Musikszene ist ja momentan aufgrund der Pandemie außer Gefecht gesetzt – das gilt auch für Schwetzingens älteste Band „Music Power“. Sie nutzen die Zeit, indem sie in ihren Homestudios vernetzt über das Internet zusammen musizieren und haben auch zwei eigene Songs aufgenommen, erzählen Hagen Grube, Walter Hinzberg, Franz Kammerer, Marcel Bender, und Berthold Zoz im Interview.

Wie geht es Euch als Band?

Hagen Grube: Natürlich vermissen wir die Musik, das Proben und ganz besonders die Live-Auftritte vor unserem Publikum. Aber die Maßnahmen der Bundes- und der Landesregierung waren und sind sicherlich notwendig und zielführend, wie man aus der Entwicklung der täglichen Statistiken ersehen kann.

Wie überlebt Ihr die Zeit ohne Musik?

Walter Hinzberg: Gott sei dank hat ja jeder zu Hause sein eigenes Mini-Studio oder zumindest eine Aufnahmemöglichkeit und kann weiterhin für sich Musik machen und neue Songs einstudieren. Oder eigenen Songideen nachgehen. Da sind wir im engen Kontakt.

Was heißt das konkret?

Berthold Zoz: Wir haben – wie viele jetzt – das Medium Internet für unsere gemeinsame Musik gefunden. Gerade in Zeiten, in denen man räumlich nicht zusammen Musik machen kann, ist das eine wirklich tolle Sache.

Und das funktioniert gut?

Marcel Bender: Natürlich gibt es da einige Hürden zu überwinden. Beim gemeinsamen Musizieren machen sich besonders Latenzen, also Verzögerungen in der Datenübertragung, bemerkbar. Die kann man jedoch – so gut wie es geht – technisch ausgleichen. Das war besonders zu Beginn mit einigen lustigen Erfahrungen verbunden, gerade als wir letzte Woche auf diese Weise auch unseren Song „Schade“ eingespielt haben. Übrigens eine schöne Botschaft, in der wir ausdrücken wollen, wie sehr uns unsere Freunde und Fans da draußen fehlen.

Ihr habt auch einen Song über Europa veröffentlicht . . .

Franz Kammerer: Ja, der war uns wichtig. Der Song stammt aus der Feder unseres Sängers Walter Hinzberg und von unserem Gitarristen Hagen Grube. Der Titel lautet „Zusammen“ . Er soll ausdrücken, dass unserer Meinung nach das gegenwärtige Corona-Problem – aber auch alle anderen Herausforderungen in Europa – nur gemeinschaftlich zu bewältigen sind. Eine nachhaltige, faire Partnerschaft, das Einlassen und gerechtfertigte Vertrauen auf den anderen ist essenziell für den Erfolg der gesamten EU. Wenn Länder im Bereich ihrer Möglichkeiten gerade jetzt anderen helfen, dann macht das Mut.

Und wie geht es weiter mit „Music Power“?

Grube: Über das Netz feilen wir gerade kräftig an unserem Programm. Und ergänzen unser Repertoire um weitere Songs, die es wert sind, gespielt und – hoffentlich bald – öffentlich präsentiert zu werden. Besonders freuen wir uns deshalb auf den ersten Live-Auftritt nach Corona, bei dem wir unsere Freunde und Fans begrüßen dürfen. ali/zg

Info: „Zusammen“ hören Sie unter www.schwetzinger-zeitung.de

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