Schwetzingen

Aktion Radtour mit Vorträgen zur Verkehrswende und zum Klimawandel gekoppelt / Nächste Kundgebung in der Bahnhofsanlage

„Fridays for Future“ steht nicht still

Archivartikel

Die Schwetzinger Regionalgruppe „Fridays for Future“ nahm mit einer Fahrraddemo, die die Teilnehmer vom Schlossplatz bis zur Ketscher Rheininsel führte, ihre Aktionen nach dem Lockdown wieder auf. An diesem Freitag, 25. September, folgt um 14 Uhr eine Kundgebung in der Bahnhofsanlage Schwetzingen.

„Der Klimawandel kennt keine Pause und die Klimapolitik erkennt offensichtlich den Ernst der Lage immer noch nicht“, ist die Motivation der Gruppe. Während der Radtour griffen drei Vorträge verschiedene Aspekte auf. Susanne Niemann vom Vorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs sprach zum Thema Verkehrswende. Im Wettlauf gegen den Klimawandel mag der Umstieg vom Auto zum Fahrrad zwar nur ein kleiner Schritt sein, sollte dennoch nicht heruntergespielt werden. Denn hier gilt die Devise: „Je mehr mitmachen, desto größer ist der Effekt.“ Dieter Rösch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland referierte zum Klimawandel in der Region. Die Biodiversität schwinde merklich. Einheimische Tiere wie die am Rhein heimische Stechmücke würden durch wärmeliebende Arten wie die asiatische Tigermücke, die unter anderem das Denguefieber übertragen kann, verdrängt. Rösch macht auf die Bäume mit welken, herabhängenden Blättern und absterbenden Kronen aufmerksam. Gründe dafür seien neben dem Wassermangel in der Vegetationszeit auch Neophyten wie die aus Amerika stammende, an wärmeres Klima angepasste Kermesbeere und der Borkenkäfer, der sich in den geschwächten Bäumen ungehindert vermehren kann.

Die Demo endete mit einem Schlusswort des Ketscher Grünen-Gemeinderatsmitglieds Günther Martin über die Begrünung von Städten und Vorgärten.

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