Schwetzingen

Redaktionsbesuch Neuntklässler des Hebel-Gymnasiums beschäftigen sich mit dem Thema Zeitung / Wie die entsteht, haben sie sich in unserem Pressehaus angeschaut

Für sie ist die Zeitung eine sichere Quelle

Archivartikel

„Dürfen wir mal bei Ihnen vorbeikommen und zuschauen, wie Zeitung gemacht wird?“ Mit diesem Wunsch trat Lehrerin Kerstin Bellemann vom Hebel-Gymnasium an die Redaktion unserer Zeitung heran. Na klar. So besuchten am Donnerstagnachmittag die Schüler der 9 a die Redaktionsräume am Schlossplatz. Chefredakteur Jürgen Gruler und Redaktionsleiterin Katja Bauroth stellten sich den Fragen der gut vorbereiteten Jugendlichen und gewährten Einblicke in die täglichen Abläufe. Im Vorfeld hatten die Schüler die Aufgabe, sich über den eigenen Nachrichtenkonsum auszutauschen und auch zu sagen, was eine Tageszeitung für ihre Attraktivität tun kann. Hier kommt ihr Bericht:

„Wir beziehen unsere Informationen seit vielen Generationen aus der Zeitung. Da Onlinemedien im Zeitalter der Digitalisierung stetig populärer werden, bekommt die klassische Print-Zeitung jedoch immer mehr Konkurrenz. Bei einer Abstimmung in unserer Klasse stellten wir fest, dass etwa 40 Prozent regelmäßig Printmedien lesen. Etwa 25 Prozent informieren sich über Online-Zeitungen. Die Hälfte der Klasse bezieht ihre Informationen über soziale Medien. Die Mehrheit mit 70 Prozent erkundigt sich per Fernsehgerät über Neuigkeiten. Trotzdem haben viele von uns in unserem Alltag mit Zeitung zu tun, zum Beispiel durch unsere Eltern, wenn sie am Frühstückstisch Zeitung lesen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir das Thema Zeitung im Deutschunterricht durchnehmen. Zeitung ist nicht nur etwas Alltägliches, sie ist auch eine der vertrauenswürdigen Möglichkeiten, uns zu informieren. Im Gegensatz zu Printzeitungen können Online-Medien, zum Beispiel auf Instagram und Snapchat von jedem verbreitet werden. Dadurch sind wir, wenn wir uns wirklich zuverlässig informieren wollen, auch auf die Zeitung angewiesen. Zudem sorgt sie für die Meidung von Bildungslücken.“

Netflix-Tipps wünschenswert

Weiter schreiben die Schüler: „Natürlich haben wir neben zuverlässigen Informationen auch zusätzliche Erwartungen und Wünsche an Printmedien. Viele werden vom unhandlichen Format der Zeitung abgeschreckt. Denn oft ist es so groß, dass es den ganzen Platz auf dem Frühstückstisch einnimmt. Dahingegen wäre das Format eines Magazins viel angenehmer. Außerdem wurde der Wunsch nach einem übersichtlicheren Inhaltsverzeichnis geäußert. Eine große Rolle spielt auch die angemessene Gewichtung der Themen, dabei wäre es schön, wenn mehr Themen, für die sich auch Jugendliche interessieren, in die Zeitung aufgenommen würden.“

Da hakt doch die Redaktionsleiterin gleich nach: „Was wünscht ihr euch denn für Themen?“ Melanie hätte zum Beispiel gerne Tipps gegen Langeweile in den Ferien, Noel fände Empfehlungen für neue Musik oder Netflix-Serien gut. Auch Veranstaltungstipps etwa in Jugendzentren fänden Gefallen. Die sollten dann auch intensiver in der digitalen Welt gespielt werden, wie über Instagram. „Ihr solltet auch mal deutlicher machen, dass ihr Instagram nutzt, zum Beispiel auf der Aufschlagseite einen Hinweis machen“, findet Kevin.

Kevin ist übrigens nicht zum ersten Mal in der Redaktion. Er war vor sechs Jahren bei unserem regelmäßigen Grundschulprojekt „Klasse Kids“ beteiligt und gab damals schon zu Protokoll, gerne Reporter werden zu wollen. Mit einem Praktikum und anschließend freier Mitarbeit, so verrät Chefredakteur Jürgen Gruler, kann man auch schon als Mittelstufenschüler diesem Traum ein Stück näher kommen.

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