Schwetzingen

Für uns geht’s immer weiter

Katja Bauroth über eine Entdeckung im Internet und Gedanken dazu

Das Ende der Welt bezeichnet die in älteren Kulturen herrschende geografische Vorstellung, dass die Welt, in der sie lebten, an einem Punkt oder entlang eines Randes abrupt endet. So steht es im Internet auf Wikipedia. Was aber nun, wenn sogar das Ende der Welt geschlossen ist?

„Es ist ein wirklich schöner Anachronismus, den man in Google Maps derzeit findet. Liegt es nun auch an Corona, dass das Ende der Welt vorübergehend geschlossen ist? Wahrscheinlich haben die dort auch einen Lockdown und es geht für uns noch ein wenig weiter“, schreibt ein aufmerksamer und humorvoll eingestellter Leser der Redaktion, die daraufhin natürlich gleich im Internet den Faktencheck macht: Jawohl, das Ende der Welt ist tatsächlich dicht!

Ist dies als Hoffnungsschimmer für die Menschheit zu bewerten? Ein Signal, dass Corona noch lange kein Weltuntergang ist? Sondern das es weitergeht. Irgendwie. So, wie es immer weitergeht im Leben. Nur eben etwas anders. Oder heißt geschlossen einfach nur: zu?

In dem Fall tatsächlich Letzteres. Das Ende der Welt liegt ja bekanntlich in Schwetzingen, genauer gesagt: im schönen Schlossgarten. Das sogenannte Perspektiv ist eines der faszinierendsten Gartenelemente: Am Ende eines Gitterwerktunnels fällt der Blick auf eine paradiesische Landschaft. Der Tunnel ist verschlossen. Nur bei speziellen Führungen kann die schöne Illusion betrachtet werden.

Übrigens: Auch in Tettnang am Bodensee ist ein Ende der Welt markiert und als Fitnessstudio in Google Maps eingetragen. Schaut man sich das Satellitenbild an, stellt man allerdings fest: Dieses Ende der Welt ist ein großer Acker. Die weiteren Deutungen überlasse ich jetzt Ihnen . . .

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