Schwetzingen

Schloss Schüler des Mannheimer Elisabeth-Gymnasiums erarbeiten sich in einem Projekt ihren ganz individuellen Zugang zum barocken Kulturerbe

Gartenspäher mit neuen Perspektiven

32 Schüler des Mannheimer Elisabeth-Gymnasiums haben bei einem Projekt der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg den Schlossgarten Schwetzingen erkundet. Mit unverstelltem Blick und neugierigen Fragen setzten sie sich mit der Geschichte dieses Monuments auseinander. Ihre Aufgabe: Sie sollten sich damit befassen, welche Bedeutung dieses kulturelle Erbe für sie persönlich entwickeln konnte, das ihnen in diesem Meisterwerk der Gartenarchitektur begegnete. Im Oktober 2017 präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse bei einem hochkarätig besetzten Symposium in Schloss Mannheim. Jetzt wurden sie für ihr Engagement geehrt.

„Wir haben unseren 30. Geburtstag zum Anlass genommen, um nach der Zukunftsfähigkeit unserer bisherigen Strategien zu fragen“, erklärt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten.

Den Eröffnungsvortrag hielt Asfa-Wossen Asserate, weitere Rednerinnen und Redner waren etwa der Islamwissenschaftler Ahmad Milad Karim, aber auch der deutsch-marokkanische Stand-up-Comedian Abdelkarim. Dazu kamen die Beiträge der Schulklasse.

Das Projekt der „Gartenspäher“ im Schwetzinger Schlossgarten war als ein erster Schritt im Frühsommer dem Symposium vorausgegangen. Die Schüler des Elisabeth-Gymnasiums hatten sich gemeinsam mit einer Forschergruppe des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft der Technischen Universität Dortmund im Schlossgarten ihren eigenen Zugang erarbeitet. „Wir wollten untersuchen, aus welcher Perspektive junge Menschen das hochkarätige kulturelle Erbe wahrnehmen“, erklärt Dr. Karin Ehlers, Leiterin des Bereichs Vermittlung bei den Staatlichen Schlössern und Gärten.

Die „Gartenspäher“ waren 32 Schüler ab 16 Jahren. Und so wie die Schlösserverwaltung vieles von den Jugendlichen lernen konnten, ging es auch allen, die vom Elisabeth-Gymnasium aus teilnahmen. Für die Jugendlichen war die Begegnung mit dem Kulturerbe spannend. „Lehrreich und inspirierend“ sei die Veranstaltung gewesen, sagt ein Mädchen. Immer wieder hört man, dass die Jugendlichen positiv bemerkten, dass sie als Gesprächspartner respektiert wurden und professionell anerkannt waren.

Das Erlebnis im historischen Monument war an sich schon eindrucksvoll: „Das Barockschloss war sehr imposant und atemberaubend! Die Erfahrung war unbezahlbar.“ zg

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