Schwetzingen

GRN-Klinik Strikte Isolierung der inzwischen fünf Corona-Patienten / Besucherverkehr gestoppt

Geburten und Notfälle sind nicht tangiert

Eine Woche ist seit dem Aufruf der Bundesregierung an die Krankenhäuser vergangen, ab sofort planbare Operationen und akut nicht notwendige Aufnahmen auf unbestimmte Zeit zu verschieben, um dem steigenden Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten gerecht werden zu können. Die Einrichtungen der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar haben sich auf eine hohe Anzahl stationärer Fälle an Covid 19 eingestellt, heißt es in einer pressemitteilung.

Die Verantwortlichen haben unverzüglich damit begonnen, die Strukturen und Abläufe umzuorganisieren. Das Ziel: optimale Voraussetzungen für schwer erkrankte, isolier- und teilweise beatmungspflichtiger Corona-Patienten zu schaffen und sie strikt von anderen Patienten zu trennen. Daher werden alle Covid-19-Verdachts- oder bestätigten Fälle in den GRN-Kliniken von der Aufnahme an auf Normal-, Isolier- und Intensivstationen inklusive Beatmungsplätzen getrennt von Patienten mit anderen Erkrankungen untergebracht, heißt es von der Klinikleitung. Das durch Schließung von Normalstationen zusätzlich verfügbare ärztliche und pflegerische Personal wurde für den Umgang mit infektiösen und beatmungspflichtigen Patienten geschult.

Zwei auf Intensiv – einer beatmet

Mittlerweile wurden in der GRN-Klinik Schwetzingen fünf positiv getestete Covid-19-Patienten stationär auf der Isolierstation aufgenommen. Laut Geschäftsführer Rüdiger Bürger sind zwei auf der Intensivstation und einer muss beatmet werden.

Nachdem in den GRN-Akutkliniken bereits ab dem 14. März ein generelles Besuchsverbot von Patienten ausgesprochen worden war, gilt diese Regelung nach dem Beschluss der baden-württembergischen Landesregierung seit Montag, 16. März, auch für das GRN-Seniorenzentrum Schwetzingen und die GRN-Betreuungszentren Sinsheim und Weinheim. Besuche von Patienten in den Akut- und Rehakliniken an allen Standorten, inklusive Eberbach, sind ebenfalls untersagt. Ausnahmeregelungen müssen in allen Einrichtungen individuell vereinbart werden und betreffen beispielsweise Besuche bei sterbenden Patienten.

Aufnahmestopp für die Reha

Sowohl die GRN-Kliniken für Geriatrische Rehabilitation als auch das Senioren- und die Betreuungszentren nehmen derzeit keine neuen Patienten und Bewohner auf. In den Kliniken gilt weiterhin ein Aufnahmestopp für alle Patienten mit verschiebbaren stationären Eingriffen und Behandlungen. Auch ambulante Operationen, die nicht unbedingt durchgeführt werden müssen, werden verschoben.

Akut kranke und Notfallpatienten, für die ein stationärer Klinikaufenthalt unabdingbar ist, werden natürlich weiterhin medizinisch und pflegerisch umfassend versorgt. Nicht betroffen von den Einschränkungen des Klinikbetriebs ist ebenso die Geburtshilfe: Schwangere können weiterhin bei medizinischer Notwendigkeit die Sprechstunden der geburtshilflichen Abteilungen wahrnehmen und dort ihr Kind zur Welt bringen. Der Vater oder eine andere Vertrauensperson darf – vorausgesetzt es besteht kein Verdacht auf eine ansteckende Infektion – die Schwangere während der Geburt begleiten. Auch die Unterbringung im Familienzimmer ist weiterhin für den Vater möglich.

Weitere Besuche von Mutter und Baby im Wochenbett durch Verwandte sind aber derzeit verständlicherweise nicht gestattet. Alle Veranstaltungen der Elternschule vor der Geburt fallen – vorerst bis Ende April – aus. zg

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