Schwetzingen

Aktive Bürger Kritik an "unnötiger Beauftragung von Imakomm" bei Messplatz-Bebauung / Vertrauen in Dehoga als externen Gutachter

Gespräch mit Betroffenen ist besser als ein Gutachten

Kritik am Vorgehen der Stadtverwaltung in Sachen Bebauung des Alten Messplatzes und der dort vorgesehenen Errichtung eines Vier-Sterne-Hotels übt der Verein Aktive Bürger. Es stelle sich die Frage, warum jetzt ein Gutachten in Auftrag gegeben werde?

"Unseres Erachtens sollte, bevor Geld für ein Gutachten verschwendet wird, das Gespräch mit den ansässigen Hoteliers gesucht werden und dem Dehoga, der 12 000 Hoteliers in Baden-Württemberg vertritt", so Koepke weiter. Der Verein Aktive Bürger für Gemeinden mit Zukunft vertraue dem Dehoga als externer Gutachter, der die Hotellandschaft in der Region hervorragend kenne und mit kompetenten Aussagen die richtige Bewertung des OB-Wunsches nach einem Vier-Sterne-Hotel vornehmen könne. Die Aktiven Bürger glauben, dass das vorgesehene Hotel weitere Bereiche berühren wird. Es werde wohl auch einen Restaurantbetrieb erhalten. Der OB möchte die Hoteliers zu seiner Vorstellung eines Vier-Sterne-Hotels hören. Warum will er nur eine kleine Gruppe zu seiner Idee anhören. Es sind doch nicht nur die Hoteliers, die unter einem neuen Vier-Sterne-Hotel Einbußen hinnehmen werden müssen. Hat man die Interessen der Gastronomie auf dem Schlossplatz aus den Augen verloren? Hat man die Interessen der Bürger, besonders der Anwohner, aus den Augen verloren? Es scheint so, heißt es in der Pressemitteilung. Einige kritische Stellungnahmen seien bereits in der Schwetzinger Zeitung veröffentlicht worden. "Warum nimmt man diese Äußerungen nicht ernst und verlässt sich auf externe Gutachter? Das Gespräch mit Hoteliers und Fachverbänden hat vor der Beauftragung zu erfolgen. Und was ist eigentlich der Wille der Bürger? Eine Bebauung des Messplatzes hat auf die Innenstadt gewaltige Auswirkungen - das Rothacker'sche Haus darf dabei nicht vergessen werden", heißt es weiter.

Kompetenz überschritten?

Die Aktiven Bürger raten dem OB, er solle erst die Meinungsbildung in Schwetzingen abwarten und dann im zweiten Schritt das erzielte Ergebnis gutachterlich überprüfen lassen. Dies könne die Verwaltung in eigener Verantwortung erledigen, verfüge sie doch über kompetente Mitarbeiter für diese Arbeit.

Dann stellt die Initiative noch die Frage, ob Oberbürgermeister Dr. René Pöltl seine Kompetenz, bis zu 50 000 Euro selbstständig Dienstleistungen in Auftrag geben zu können, in diesem Falle überschritten hat? Nach der Hauptsatzung der Stadt werde bei Vergabe-Entscheidungen der Ausschüsse die Aufteilung eines Auftrages strikt untersagt. Es soll immer das ganze Vorhaben als wirtschaftliche Einheit gesehen werden. Betrachte man die Hotelbebauung des Alten Messplatzes als wirtschaftliche Einheit, dann seien 50 000 Euro deutlich überschritten. Der Gemeinderat sollte um Klarstellung bitten, schreiben die Aktiven Bürger um den Vorsitzenden Koepke. zg

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