Schwetzingen

Palais Hirsch Änderungen für Bauten in der Innenstadt

Gestaltungssatzung Bürgern vorstellen

Archivartikel

Seit 2004 besteht für Schwetzingen die „Gestaltungssatzung Innenstadt“. Nun gibt es eine Überarbeitung, die den Bürgern am Donnerstag, 16. Mai, um 18 Uhr im Palais Hirsch vorgestellt wird. Stadtbaumeister Mathias Welle und Stadtplanerin Bernadette Wozniak-Fink vom Karlsruher Büro „Schöffler – Stadtplaner – Architekten“ werden die Gestaltungssatzung erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen. Weiterhin wird Welle anhand von visualisierten Vorher-/Nachher-Beispielen den positiven Effekt der Gestaltungssatzung über den Zeitraum der letzten 15 Jahre aufzeigen.

Mit den Regelungen in der „Gestaltungssatzung Innenstadt“ zum Beispiel zu Gebäudehöhen, Dachausbildungen und der Gestaltung von Fassaden schützt sie insbesondere den historischen und städtebaulich hochwertigen Bereich der Kernstadt wie auch die denkmalgeschützten Gebäude vor gestalterisch und städtebaulich unerwünschten Veränderungen durch nicht abgestimmte Bauvorhaben. Diese Gestaltungssatzung hat sich grundsätzlich bewährt, was auch viele Beispiele der vergangenen Jahre positiv belegen. Allerdings hat sich in den letzten Jahren aber auch gezeigt, dass die Satzung in manchen Bereichen ungewollt zu stark reglementieren kann und damit sinnvolle Entwicklungen erschwert, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Der Gemeinderat hatte daher im Mai 2015 die Überarbeitung der Gestaltungssatzung beschlossen. Ziel war, den gestalterischen Schutz der Innenstadt besser mit den Bedürfnissen von Handel, Gewerbe aber auch Privatpersonen in Einklang zu bringen. In diesen Prozess wurden die Innenstadtakteure, Architekten, Hauseigentümer und die Bürgerschaft durch zwei öffentliche Workshops eingebunden. Deren Ergebnisse flossen in den jetzt vorliegenden Satzungsentwurf ein.

Ausnahmen neu definiert

Diese „2. Änderung der Gestaltungssatzung Innenstadt“ betrifft unter anderem Änderungen zur Ausgestaltung von Fassaden, Geschossigkeiten innerhalb der vorgesehenen Traufhöhen, Balkonen und Loggien, Fenstern und Schaufenstern, Markisen und Werbeanlagen sowie Photovoltaik- und Windenergieanlagen. Zudem sind mögliche Ausnahmefälle zum Beispiel bei Bereichen und Gebäuden, die eine besondere stadtgestalterische Bedeutung haben, bei Versammlungsräumen für mehr als 100 Personen und Einkaufspassagen klarer beziehungsweise neu definiert. Erstmals wird es für die Betrachtung von Einzelfällen künftig einen Gestaltungsbeirat geben, der Empfehlungen aussprechen soll. Ihm gehören neben den Bürgermeistern und dem Stadtbaumeister auch die Vertreter der Fraktionen sowie ein Fachplaner des Planungsbüros, das die Gestaltungssatzung Innenstadt erstellt hat, und zwei neutrale externe, nicht mit Schwetzingen verbundene und von der Architektenkammer empfohlene Fachleute an.

Nach der Bürgerinformationsveranstaltung am Donnerstag, 16. Mai, wird der Entwurf vom 20. Mai bis zum 28. Juni in die Offenlage gehen. In diesem Zeitraum können die Bürger Stellung nehmen und Anregungen abgeben. zg

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