Schwetzingen

Kleintierzüchter Beim Gockelfest ist der Ansturm groß / Schlangen am Hähnchengrill / Walter Gund mischt seit 30 Jahren mit

Gewürzrezeptur ist das Geheimnis

Archivartikel

„Hier läuft die Ware nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand.“ Diese uralte Weisheit beherzigten einige Gäste gerne, als sich zu Beginn des zweitägigen Gockelfestes beim ersten Besucheransturm eine kleine Warteschlange vor den Hähnchengrillern gebildet hatte.

„Aber die Gäste reagierten sehr verständnisvoll“, sagte Petra Prelog von den „Goggelrobbern“, die in den ersten Stunden an „vorderster Front“ an der Theke stand. „Für solche leckeren Grillhähnchen steht man gerne mal ein wenig an“, so der Konsens in der Schlange.

Viele Gäste fanden am Wochenende den Weg zum Vereinsgelände in der Friedrichsfelder Landstraße und genossen neben dem vielseitigen Speisen- und Salatangebot rund um die knusprigen Hähnchen – die mit einem Gewicht von 1100 Gramm erneut Sondergröße hatten – auch die herzliche Gastfreundschaft der Kleintierzüchter. Grillmeister Stefan Langner hatte den heißesten Job zu vollbringen und war froh über die kleine Wetterabkühlung.

Ein großes Lob für die Hähnchen gab es von Bürgermeister Matthias Steffan, Stadtrat Oliver Völker und seinem Vater sowie Altstadtrat Toni Völker, die sich am vergangenen Samstag in die hungrige Gästeschar mischten. „Die schmecken hier einfach klasse, zu Hause kriegt man die einfach nicht so schmackhaft hin“, sagte er.

Mischung in Eigenproduktion

Das Geheimnis hierfür liegt in der vereinsintern streng gehüteten Rezeptur der eigenproduzierten Gewürzmischung. Hierbei „mischt“ im wahrsten Sinn des Wortes seit schon über 30 Jahren der inzwischen über 88-jährige Walter Gund mit. „Unser Walter ist ein ganz treues und verdientes Vereinsmitglied, der in diesem Jahr auch als Festhelfer endlich in den Ruhestand wollte“, verriet der Vorsitzende Josef Irmen. Als Nachfolger in der Würzküche hätte man erfreulicherweise Peter Kaufmann gewinnen und auch schon einarbeiten können.

„Jetzt bin ich als 53-jähriger hier im Verein endlich in mein erstes Lehrjahr als ,Hähnchenpuderer‘ gekommen“, kommentierte dieser humorvoll lächelnd. Und so läuft es eben: Nur wenn man gemeinsam und beherzt an einem Strang zieht, gelingen schöne Feste wie dieses.

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