Schwetzingen

Segelflieger Saisonausklang am Flugplatz Herrenteich / Ausflug in die Pfalz / Einen Morgenappell gab’s bisher noch nicht

Gut Flug – ganz ohne Hochwasser

Mit Beginn der herbstlichen Witterung neigt sich die Flugsaison der Schwetzinger Sportflieger am Flugplatz Herrenteich dem Ende zu, zumindest was den regelmäßigen Segelflugbetrieb betrifft. Vom Wetter her war die Flugsaison begünstigt, insbesondere blieb dem Flugplatz in diesem Jahr ein Hochwasser erspart. So konnten viele erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt werden.

Weiterhin wurden insgesamt drei Fluglager auf die Beine gestellt, das erste davon in den Sommerferien für die Vereinsmitglieder. Nachfolgend wurden, wie in den vergangenen Jahren, zwei jeweils vierzehntägige Fluglager für Mitarbeiter der Pfalz-Flugzeugwerke (PFW) aus Speyer veranstaltet. Für den Verein sind die PFW-Fluglager eine willkommene Gelegenheit, den bereits theoretisch fachkundigen Teilnehmern die praktischen Aspekte des Fliegens nahezubringen. In der ersten Gruppe kamen auszubildende Fluggerätemechaniker der PFW an den Herrenteich, in der zweiten Gruppe angehende Fluggerätemechaniker der zivilmilitärischen Ausbildung der Bundeswehr.

Ein Morgenappell vor der Flugzeughalle und Piloten in Uniform sind ja durchaus ungewohnt am sonst recht zivilen Flugplatz, aber der Freude am Fliegen tat das keinerlei Abbruch. Für den umfangreichen Flugbetrieb musste der Flugzeugpark pünktlich einsatzbereit sein, außerdem sind ehrenamtliche Helfer als Flugleiter, Schlepppiloten und Fluglehrer erforderlich. Viele Vereinsmitglieder waren somit vor und während des Fluglagers aktiv.

Da war richtig viel zu tun

Allein Senior-Fluglehrer Peter Mühlhölzer kam in diesen vier Wochen auf 240 Starts mit dem Motorsegler und führte mit den Praktikanten jeweils einen Eigenstart, eine Flugphase mit Motor sowie eine Segelfluglandung durch. Weiterhin standen Starts mit den Segelflugzeugen Twin-Astir und Duo-Discus im Flugzeugschlepp auf dem Programm, für die jeweils ein Schleppilot und ein Fluglehrer zur Verfügung stehen mussten. Insgesamt kamen so in vier Wochen über 800 Starts und Landungen zusammen und die Vereinsflugzeuge waren in dieser Zeit insgesamt über 150 Stunden in der Luft.

Zudem nahmen die 14- bis 16-jährigen Flugschüler des Vereins erfolgreich am Jugendvergleichsfliegen Nordbaden in Hockenheim teil, was den hohen Ausbildungsstand der SFC-Nachwuchspiloten belegt. Am ersten Oktoberwochenende folgte der Vereinsausflug, der dieses Mal von Ultraleichtpilotin Xu Zhou organisiert wurde. Eine stattliche Gruppe von Vereinsmitgliedern hatte zunächst Gelegenheit, nach einem Fußmarsch vom Bahnhof Neustadt an der Weinstraße eine Führung im Hambacher Schloss zu erleben. Anschließend ging es dann zu Fuß weiter bergauf zur Hütte auf der Hohen Loog. Nach dem Rückmarsch ins Tal traf man sich in einem rustikalen Lokal in Neustadt zum Abendessen. lc

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