Schwetzingen

Städtepartnerschaft Wahlen in Karlshuld und Schrobenhausen / Dr. Karlheinz Stephan kassiert Schlappe

Haushoher Sieg für Michael Lederer

Archivartikel

Schwetzingens Partnergemeinde Karlshuld hat einen neuen Bürgermeister: Bei der Kommunalwahl am Sonntag setzte sich Michael Lederer (Freie Wähler) mit deutlichem Vorsprung gegen seinen Mitbewerber Wolfgang Tarnick (Die unabhängigen Karlshulder) durch: Das neue Gemeindeoberhaupt erreichte sage und schreibe 82,2 Prozent, für Tarnick blieben 17,8 Prozent. „So eindeutig hätte ich das nicht erwartet“, sagte Lederer als erste Reaktion am Sonntagabend.

Der 46-Jährige, bisher schon stellvertretender Bürgermeister, tritt offiziell am 1. Mai seinen neuen Posten an. Allerdings führt er bereits seit einigen Tagen die Amtsgeschäfte kommissarisch, da Karl Seitle (ebenfalls Freie Wähler) aus gesundheitlichen Gründen eine längere Pause einlegen muss. Seitle (69) war 36 Jahre lang Bürgermeister von Karlshuld, zu dem auch der Ortsteil Neuschwetzingen gehört.

In Schrobenhausen, der zweiten oberbayerischen Partnerstadt von Schwetzingen, ist hingegen im ersten Wahldurchgang noch keine endgültige Entscheidung gefallen, weil keiner der sechs Bewerber eine absolute Mehrheit erreicht hat: Allerdings liegt einer deutlich vorne – aber nicht Amtsinhaber Dr. Karlheinz Stephan (CSU), sondern Harald Reisner (Freie Wähler). Der 58-Jährige aus dem Stadtteil Mühlried kam aus dem Stand auf 42,2 Prozent und holte damit fast doppelt so viele Stimmen wie Amtsinhaber Stephan (61), der seit 2006 im Amt ist.

Stichwahl entscheidet

Die anderen Kandidaten waren Dieter Kreisle (Die Unabhängigen/14,5 Prozent), Joachim Siegl (Die Grünen/12,1), Martha Schwarzbauer (SPD, 7,6) und Reinhold Deuter (Die Linke/1,0). Jetzt kommt es am Sonntag, 29. März, zu einer Stichwahl, die allerdings wegen der Coronakrise als reine Briefwahl ausgetragen wird. Auch im Schrobenhausener Gemeinderat wird es zu Veränderungen kommen, denn die CSU büßte fünf ihrer bislang zehn Mandate ein. Größte Fraktion sind jetzt die Freien Wähler (6). Dazu kommen erstmals die Grünen (4). Die SPD hat nur noch zwei Sitze (statt vier), genauso wie die Junge Union, Die Unabhängigen und die Bürgervereinigung aus dem Ortsteil Sandizell. Einen Platz bekommt die Wählervereinigung (ProSob).

In Karlshuld sind die Mandate übersichtlicher verteilt, denn es traten nur drei Listen an: Die Freien Wähler brachten elf Kandidaten an den Ratstisch – neben Lederer unter anderem die in Schwetzingen bestens bekannten Manfred Pelzer, Kai Czapko und Bianca Glöckl sowie erstmals den Staatssekretär des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert. Bei der CSU (6) wurde auch Feuerwehrkommandant und dritter Bürgermeister Klaus Scherm wiedergewählt. Die unabhängigen Karlshulder mit Wolfgang Tarnick haben drei Sitze. Bild: Lederer

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional