Schwetzingen

Geschäftsleben Christiane Spengemann stellt mit ihrem Team in der Atrium Mode-Galerie die Trends fürs Frühjahr vor / Sattes Royalblau ist ein Hingucker

Herrlich frischer Wind für den Kleiderschrank

Archivartikel

„Knallfarben und Pastelltöne“, sagt Christiane Spengemann, „sind die Trends im Frühjahrslook“. Dazu kommen Wendemodelle mit zwei unterschiedlichen Looks in einem Kleidungsstück. Die Inhaberin der Atrium Mode-Galerie in der Schwetzinger Friedrichstraße 34 kennt sich aus. Sie präsentierte mit ihrem Team neue und angesagte Wohlfühlmode und Businesschic für jeden Geschmack, jede Figur und jeden Geldbeutel.

Die Umstände, die Schau wortwörtlich auf die Beine zu stellen, waren wegen des Coronavirus deutlich erschwert: „Ich habe Engel um mich herum“, dankte Spengemann deshalb den „Ersatzmodels“, die wahrhaft im letzten Moment einsprangen, da die Absagen erst am späten Freitag oder frühen Samstag im Atrium ankamen. Gleichsam leer blieben etliche der sonst dicht mit einer munter plaudernden, interessierten Gesellschaft illustrer Damen besetzten Stühle. Dass sie verstehen, dass man dieser Tage vorsichtig ist unter Menschen zu gehen, betonen die Helfer um Spengemann. Allerdings waren es geladene Gäste – persönlich bekannt – da hätte man sich eine ebenso persönliche Absage gewünscht, damit man etwa weniger Stühle hätte arrangieren können.

Nichtsdestotrotz wurde das Defilee der feinen Stoffe, die extreme Bandbreite der individuellen Modelle gefeiert – von sportivem Marinelook über farbenfrohen Businesslook bis zum feinen schwarz-weißen Outfit. Die Trends machen Lust auf Sonne und frische Luft, bringen frischen Wind in die Kleiderschränke und an die Frau. Dass dabei das Alter und die weiblichen Formen der Figur kein Hinderungsgrund, sondern gerade richtig für die schmeichelnden Stoffe und Schnitte sind, haben auch die Designer erkannt, hauen echte Hingucker mit moderatem Chic sowie Tragbares für Arbeit und Alltag von Größe 36 bis über 50 raus. Schön ist dabei, dass im Atrium Frauen „wie du und ich“ über den Laufsteg gehen, nicht spindeldürre Models, denen gefühlt jedes Kleidungsstück schmeichelt. Und – man darf die Mode erfühlen, gerne bremsen die Catwalk-Damen und lassen die Stoffe anfassen, erklären, wie sich jedes einzelne Stück trägt.

Fashion im Wendetrend

Die erste Knallfarbe ist ein sattes Royalblau, das großflächig in Hosenanzug, Longjacke und Kleid verarbeitet ist. Die Marken Laurèl, SE und Open End setzen die frische Farbe modestark in Szene. In Kombination wirken marineblau und mint extrem dezent und belebend, geeignet für jeden Tag, gleich ob im Büro oder beim Stadtbummel. Animapop und Laurèl gehen den Wendetrend mit, etwa beim knielangen Rock, der auf der einen Seite im Alloverprint kleine Hummer auf türkisblauem Grund zeigt, auf der anderen Seite ein kräftig strahlendes grafisches Design in Rot, Blau, Gelb, Orange und Grün. Stark im Kontrast jedoch sehr fein abgestimmt erscheint der Stil in reinem Naturstoff Leinen, sehr tragbar gerade an heißen Tagen.

Open End setzt auf gerade Schnittführung und pastellige Farben oder Allover-Drucke für Kleider. Sally Sahne lässt die figurumschmeichelnden Jacken, Röcke und Shirts in Orange leuchten, kombiniert dazu Royalblau und Grafikmuster. Leichte Frühjahrsmäntel, sportliche Jacken, Anzüge: Hier wird der Dauerrenner Animalprint richtig inszeniert – SE nimmt die Optik auf. Basset und Beaumont steuern tägliche Kombinationen in Jeans, Streifen oder neutral in Schwarz bei.

Bei Doris Streich ist Leinenstoff die Basis für gerade Hosen und akzentuierende Blusen. Die Plussize-Damenmarke Yest kombiniert schon mal Klassiker wie die Caprihose pfiffig mit einer Spitzenbluse.

Nach 90 Minuten Dauerpower auf dem Laufsteg ging es mit sehr adretten schwarz-weißen Kleidern, Hosenanzügen, Shirts und die wiederentdeckten Chasubles ins umklatschte Finale. Ihre soulige Stimme ließ Laeh Jozanna Jones mit Tina-Turner-Hits erklingen, stellte ohne Umschweife fest: „Simply the best“, womit übertragen Christiane Spengemann, ihr tolles Team, das Meisterwerk aus Nußloch für die Frisuren, Salamander aus Schwetzingen für die haargenau passenden Schuhe sowie Kosmetik-Fachfrau Bärbel Kalinowicz, die sogar als Model eingesprungen war, gemeint waren. zesa

Info: Mehr Fotos gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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