Schwetzingen

VHS Gesellschaftskritik im Philosophischen Café

Herrschaft trifft Macht

Die Kritische Theorie von Adorno, Habermas und Marcuse: In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Diakonieverein und der Evangelischen Erwachsenenbildung Rhein-Neckar-Süd Ende der 1960er Jahre, zur Zeit der Studentenbewegung, gab es wohl nur wenige Menschen, die sich für das Tagesgeschehen interessierten und denen die Namen Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und Jürgen Habermas nicht geläufig waren.

Anlässlich des 90. Geburtstags von Jürgen Habermas, des 40. Todestags von Herbert Marcuse und des 50. Todestags von Theodor Adorno widmet sich die Volkhochschule im Philosophischen Café „zwei-stein“ am Donnerstag, 16. Mai, 18 bis 21 Uhr im Hebelhaus diesen wichtigen Strömungen philosophischer Gesellschaftskritik. Eine Anmeldung ist bis zum Dienstag, 14. Mai, möglich.

Denker der Frankfurter Schule

All diese Denker gehören zur sogenannten Frankfurter Schule, die locker an Karl Marx anknüpfen, ohne dessen Dogmatismus zu übernehmen. Gesellschaftliche Verhältnisse und deren Bedingungen werden untersucht, bestehende Verhältnisse von Macht und Herrschaft kritisch hinterfragt und damit die Gesellschaft als prinzipiell veränderbar gesehen.

Im zweiten Teil des Kurses steht die Frage „Warum scheitern die Utopien?“ im Vordergrund. Wer die philosophischen Texte der Kritischen Schule liest, ist beeindruckt, wie scharfsinnig die gesellschaftlichen Situationen analysiert wurden. Doch eine Frage taucht immer wieder auf: Warum klappt es nicht bei der Umsetzung dieser klugen Gedanken? Woran liegt es, dass der konkrete Sozialismus scheitert? Gilt das für alle sozialen Utopien?. zg

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