Schwetzingen

Alte Wollfabrik Klaus Gassmann und sein Ensemble gestalten tolle Hommage an Musikgrößen

Hier kommt Lagerfeuerstimmung auf

Die Band kennt jeder und man könnte erwarten, dass Gewöhnungseffekte auftreten und die Atmosphäre nicht mehr so ohne Weiteres in den musikalischen Glühbereich kommt. Doch nichts, aber auch rein gar nichts davon trifft auf das Projekt „Sweet Soul Music Revue“ zu. Die 2009 ins Leben gerufene Band „Soulfinger“ brauchte nur wenige Sekunden, um die Luft in der Alten Wollfabrik zum Knistern zu bringen. Die Hommage an die großen Soulgiganten des letzten Jahrtausends zündete unübersehbar und unüberhörbar.

Im Grunde startete die Begeisterungswelle, ohne das überhaupt ein Ton aus den Lautsprechern dran. Allein der Auftritt des Gründers Klaus Gassmann sorgte für Begeisterungsstürme. Der Mann genießt in der Szene ganz offensichtlich einen Ruf als „Soulfather“. Und das völlig zu recht! Die Musiker und Gastsänger, die Gassmann hier einmal mehr zusammenbrachte, gehören in Sachen Soul ohne Frage zur „Crème de la Crème“. Sänger wie Jimmy James, Edward Wade, Will Russ Junior oder Tess und Darnita Rosers brachten mit ihren wahrhaft explosiven Stimmen das musikalische Fass namens Wollfabrik zum Überlaufen. Dabei gereichten sie den ganz Großen wie James Brown, Etta James, Ray Charles und Aretha Franklin ganz ohne Frage zur Ehre.

Ein Abend mit Aretha Franklin

Die Instrumentalisten um Gassmann (Bariton-Saxofon) – Artur Jöst (Schlagzeug), Christian Gasch (Gitarre), Heiner Holderbach (Bass), Markus Schölch (Keyboard), Axel Welter und Hermann Peiz (Saxofon), Steffen Mathes (Trompete) – sowie den beiden „Soulsistern“ Lisa Benjamin und Susi Czech komplettierten die 1-A-Garde auf der Bühne und ließen ein echtes Lagerfeuer-Gefühl aufkommen: Das Draußen versank in Bedeutungslosigkeit und die Bühne wurde zum Mittelpunkt der Welt. Songs wie „Respect“, „Soul man“, „Papa was a Rolling Stone“, „It’s a man’s world“, „So good“ und „Baby, I love you“ können nicht oft genug gehört werden. Soul heißt Seele und das ist bei dieser Musik eine sehr treffende Bezeichnung. Es ist Musik, die die Seele vermag zu berühren und die beim Hören einfach Glücksmomente erzeugt. Für Letzteres genügte ein Blick in die Augen der Zuschauer. Die leuchteten.

Am Samstag, 9. November, tritt Soulfinger in der Alten Wollfabrik einen ganzen Abend lang unter dem Eindruck der „Queen of Soul“ – Aretha Franklin – auf. Klaus Gassmann und sein Ensemble sehen Aretha Franklin als außergewöhnlich an, sie wurde 1987 als erste Frau in die „Rock & Roll Hall of Fame“ aufgenommen und gilt noch heute als die bedeutendste Stimme der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. ske

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