Schwetzingen

Hinter der Kaserne . . .

Andreas Lin freut sich, wenn die Laterne irgendwann funktioniert

Sicher kennen viele das Lied von Lili Marleen, das einst Lale Andersen sang. „Vor der Kaserne, vor dem großen Tor, steht eine Laterne und steht sie noch davor“, heißt es da im Text. Was das mit Schwetzingen zu tun hat? Da steht auch eine Laterne, zwar nicht vor der Kaserne, sondern hinter der ehemaligen Dragonerkaserne. Und nicht vor dem großen Tor, sondern dahinter. Und sie steht auch nicht schon immer da, sondern erst seit zwei Jahren, als wir die Dunkelheit und die nahezu komplett defekten Lampen im Marstallhof angemahnt hatten – nachdem sich eine Sportlerin auf dem Weg aus der angrenzenden TV-Turnhalle durch den stockdunklen Marstallhof zum Auto schwer auf die Nase gelegt hatte.

Umgehend wurden die Laternen im Rund wieder in Betrieb gesetzt und sogar eine zusätzliche Leuchte in der Mitte eingebaut. Doch dann zitieren wir wieder den Text von Lili Marleen: „Unsre beiden Schatten sahen wie einer aus, dass wir so lieb uns hatten, das sah man gleich daraus.“ Das ist das Problem: Die Laterne in der Mitte des Marstallhofs wirft keine Schatten – denn sie funktioniert bis heute nicht. Das ist grundsätzlich nicht tragisch, weil es dort viel heller ist als früher, eher so eine Art Luxusproblem. Wahrscheinlich liegt dort noch nicht einmal ein Stromkabel. Aber vielleicht wird die Leuchte noch irgendwann ihren Zweck erfüllen. Lili Marleen – und nicht nur sie – würde sich bestimmt freuen.

 
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