Schwetzingen

Hebel-Treff Vortrag von Dr. Ulrich Wehrmann

Hirndoping im Alltag

Archivartikel

„Hirndoping – zwischen entgrenzter Leistungsbereitschaft und neuronaler Selbstbestimmung. Präventive Strategien für Schule und Elternhaus.“ Diesen Titel trägt ein Vortrag von Dr. phil. Ulrich Wehrmann, mit dem er am Donnerstag, 11. Oktober, 19.30 Uhr, in der Mensa des Hebel-Gymnasiums gastiert. Er folgt damit einer Einladung von Schulleitung, Elternbeirat und Freundeskreis.

Befunde einer Studie der Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) von 2015 zeigen, dass bereits knapp sieben Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schon einmal leistungssteigende Substanzen zu sich nahmen, um ihre berufliche Performance zu verbessern. Auch unter Studierenden (Stichwort: Akademisches Doping) sowie Schülern scheint das Phänomen keine Seltenheit zu sein. So kommt eine Studie der Universität Mainz zu dem Ergebnis, dass bereits 20 Prozent der Teilnehmer „Neuro Enhancer“ zu sich nahmen, um ihre kognitive Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Ein Ende der Entwicklung scheint sich noch nicht abzuzeichnen. Der pharmakologische Fortschritt wird die Beeinflussung von Lern- und Aufmerksamkeitsleistungen ständig erweitern. „Neuro- und Psychoenhancer“ sind bereits heute selbstverständliche Accessoires in einer rund um die Uhr enorme Flexibilität und Innovationsfähigkeit einfordernden Digitalgesellschaft.

In seinem Vortrag wird der Referent kurz auf epidemiologische Aspekte zum Thema eingehen, um dann sein Konzept der „Neuroökologie“ zu erläutern. Daneben sollen präventive Strategien für Schule und Elternhaus einen Schwerpunkt des Vortrags bilden. zg

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