Schwetzingen

Polizeibilanz Drei Schlägereien und einige Ausnüchterungen

Hohe Präsenz wirkt diesmal

Archivartikel

Weniger Zuschauer heißt nicht unbedingt, dass für die Sicherheitskräfte nichts zu tun ist. Vor allem für die Polizei. Die war stark vertreten – mit Beamten aus der Region und einer Einsatzbereitschaft. Eine Reihe von Körperverletzungen wurden bis 20 Uhr gemeldet. Dann beruhigte sich die Lage. Genaue Zahlen gab es noch nicht. Auf den Kleinen Planken, letztes Jahr ein Brennpunkt, obwohl der Zug gar nicht vorbeikam, wirkten die Absperrungen. Schlossplatz und Bahnhofsanlage erwiesen sich zeitweise als kritisch. Sobald es hektisch wurde, zeigte das Einsatzkommando Präsenz, gruppierte siche und hielt wohl allein durch das Auftreten junge Männer vom Randalieren ab.

Ein 22-Jähriger hatte am Schlossplatz eine kleine Schnapsflasche, einen sogenannten Klopfer kopfüber in die Menge geworfen und traf just einen Polizisten der Einsatzbereitschaft. Die Beamten nahmen den Mann mit und wollten die Personalien feststellen. Der Betrunkene verhielt sich wenig kooperativ und wollte sich loswinden. Jetzt gingen die Polizisten mit Faustschlägen gegen ihn vor, drückten ihn zu Boden, fesselten ihn und brachten ihn zur Wache, wo er ausnüchtern musste.

Wirklich ruhiger wie im vergangenen Jahr war es dagegen bei den Rettungskräften. Einsatzleiterin Bianca Davidson vom DRK Schwetzingen konnte eine positive Bilanz ziehen. „Wir hatten neun Versorgungen und einen Transport ins Krankenhaus, vor allem Alkohol, Schnittwunden und kleinere Blessuren“, sagt sie. Das DRK und die DLRG waren mit 80 Helfern und zehn Fahrzeugen vor Ort – auch weil letztes Jahr so viele Einsätze notwendig waren. jüg

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