Schwetzingen

Sommer Oberbürgermeister Pöltl verzichtet bei dienstlichen Verpflichtungen auf einen Anzug / Jahrhunderthitze 2003 kostete rund 2700 Menschen das Leben

Hohe Temperatur erschwert das Arbeiten

Die Sonne am Himmel brennt auf die Erde. Das einzige, was bei diesen sommerlichen Temperaturen für Linderung sorgt, ist eine entsprechende Abkühlung – raus an den See fahren oder ins kalte Nass im nächsten Freibad springen. Die Freizeit für solche Aktivitäten ist aber nicht jedem vergönnt. Arbeitnehmer haben es in diesen Tagen nicht immer leicht und sind oft warmen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Aber wo ist es besonders warm? Und wo lässt es sich dank Klimaanlangen entspannt arbeiten? Unsere Zeitung hat sich mit genau diesem Thema beschäftigt und mit Menschen in Schwetzingen gesprochen.

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl verzichtet auf den Anzug und trägt lieber legere Leinenhosen und ein lockeres Hemd: „Wenn es so heiß ist wie jetzt, ziehe ich keinen Anzug an – nicht mal bei Geburtstagsfeiern. Aber dafür haben die Menschen auch Verständnis. Das wäre eine Qual, jetzt im Anzug unterwegs zu sein“, erklärt das Stadtoberhaupt. Auch die Arbeitszeiten im Rathaus werden bei diesen Temperaturen flexibler gestaltet, sagt Wirtschaftsförderer Wolfgang Leberecht: „In der Gleitzeit können die Mitarbeiter selbst entscheiden, wann sie gehen und die Aufgaben nacharbeiten. Aber auch die Technik hat zu kämpfen. Hätten wir in unserem Serverraum keine Klimaanlage, müssten wir die Rechner abschalten.“

Bauhofleiter Volker Ziegler gibt aktuell besonders viel Acht auf seine Mitarbeiter. „Ich achte darauf, dass meine Mitarbeiter im Moment so wenig wie möglich unter der direkten Sonneneinstrahlung tätig sein müssen. Wo es geht, wird im Schatten geschafft. An der Südstadtschule begleiten wir gerade die Bauarbeiten am zweiten Rettungsweg, dort wird also drinnen gearbeitet.“

Risiko von Hautkrebs steigt

Nicht selten kommt es in der Sommerhitze zu gesundheitlichen Problemen. So steigt das Risiko von Hautkrebs durch die Kraft der Sonne. Laut Statistischem Landesamt starben in den Sommermonaten 2017 in Baden-Württemberg rund 1400 Menschen durch die Hitze. Im „Jahrhundertsommer 2003“ waren es rund 2700 Menschen, davon allein 1800 im August. Todesursachen waren Probleme des Kreislaufsystems und Stoffwechselstörungen.

Dennoch muss es durch den Klimawandel nicht zwangsläufig zu mehr Hitzetoten kommen. Die Bevölkerung wird sich auf die Temperaturen einstellen, etwa durch den Einbau von Klimaanlagen, sind sich Experten einig.

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