Schwetzingen

Carl-Theodor-Schule Amputierten-Fußballer zu Besuch

Ihr Schicksal bewegt alle

Es war ein Besuch, den keiner der Schüler so schnell vergessen wird: „Ich muss erstmal Luft holen,“ sagte Guilia, die von den Lebensgeschichten von Christian Heintz und Achim Altheimer überwältigt war. Denn die Spieler der deutschen Amputierten-Fußballnationalmannschaft waren Gäste im Seminarkurs „Rund um Sport und Sportbusiness“ und erzählten von ihrem gemeinsamen Schicksaal.

Von einem Moment auf den anderenänderte sich 2012 das Leben von Heintz. Er überlebte zwar den Autounfall, sein Bein musste aber amputiert werden. Bei Altheimer war es eine Krankheit in der Kindheit, die ihn sein Bei kostete. Es sind zwei Geschichten von vielen, die auch der Film „Die ganz andere Nationalmannschaft“ dokumentiert.

Ein weiterer Gast war Abbas Abunni, ein syrischer Flüchtling und Schüler an der Carl-Theodor-Schule. Er sitzt seit einem Bombenanschlag im Rollstuhl und nahm großen Anteil an den Schicksalen der Amputierten-Fußballer. Ihre Lebensfreude beeindruckte ihn genauso wie seine Schulkammeraden und das Lehrerteam mit Nicola Höfs und Felix Niederberger.

Nach einer lebhaften Diskussion folgte die Praxis in der Turnhalle. Jeder Schüler bekam Krücken und ein Bein musste hochgebunden werden. Dann gab es Laufübungen –vorwärts, rückwärts, seitwärts – und schlussendlich ein Match. Beim Abpfiff standen 21 Helden auf dem Platz, ermutigt, dass das Schicksal Auswege bereithält, wenn man den Lebensmut nicht verliert. cao/zg

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