Schwetzingen

Carl-Theodor-Schule Werksbesuch beim Chemie-Riesen BASF begeistert die Oberstufenschüler

Im Labyrinth der Rohrleitungen

„Die Größe der Anlagen kann man sich so gar nicht vorstellen“, staunt eine Schülerin während der BASF-Werksführung in Ludwigshafen. Sie und ihre 14 Mitschüler der 12. Klasse der Carl-Theodor-Schule Schwetzingen hatten im Chemie-Unterricht die industrielle Herstellung von Ammoniak, Salpeter- und Schwefelsäure durchgenommen und waren nun mit Lehrer Clemens Meyer in die Chemiestadt gereist.

Der Tag beim Industriegiganten begann mit einer Führung durchs Besucherzentrum. Dort brachte ein langjähriger Mitarbeiter des Unternehmens, Dr. Wolfram Weiss, den Schülern sowohl die Geschichte der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik, die Dimensionen des weltgrößten zusammenhängenden Chemie-Areals und dessen internationale Ausrichtung näher.

Darüber hinaus konnten sie anhand von Ausstellungsobjekten, Texten, kleinen Versuchen und interaktiven Animationen den Weg von den angelieferten Rohstoffen bis hin zu den fertigen Produkten nachvollziehen. Dabei vertieften die Wirtschaftsschüler nicht nur ihr Wissen zur Reaktionskinetik, Katalyse und zum chemischen Gleichgewicht, sondern auch zu betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen.

Spannende Werksrundfahrt

Bei der Werksrundfahrt erhielten die Schüler einen Einblick ins Werk, das über eigene Institutionen wie Hafen, Feuerwehr, Krankenhaus, Kraftwerke, Klär- und Müllverbrennungsanlage verfügt, und erfuhren, dass am Verbundstandort Ludwigshafen anfallende Nebenprodukte über Rohrleitungen zu einem anderen Betrieb transportiert und so nahezu vollständig weiterverarbeitet werden können. Dies trage bereits seit der Firmengründung durch Friedrich Engelhorn 1865 erheblich zum Erfolg des Unternehmens bei und sei ein erheblicher Beitrag zu den Nachhaltigkeitsbemühungen der BASF, betonte Weiss. Auch die bereits im Unterricht thematisierten Synthesen von Ammoniak und Schwefelsäure rief der Werksführer den Schülern ins Gedächtnis und führte sie zu den entsprechenden Anlagen auf dem Werksgelände.

Das Highlight war zweifelsohne die Besichtigung eines Betriebs, in dem die Chloralkali-Elektrolyse zur Gewinnung von Chlor und Wasserstoff durchgeführt wird. Die Schüler hatten nicht nur die Möglichkeit, die Anlagen in Augenschein zu nehmen, sondern konnten in der Messwarte, von der aus die Anlage überwacht und gesteuert wird, auch mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Diese Gelegenheit nutzten sie, um mehr über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen zu erfahren. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel