Schwetzingen

„Aufbruch 2016“ Kämpferin für Gleichheit der Geschlechter und gegen Zwangsheirat soll ausgezeichnet werden

Immanuel-Kant-Preis wird an Seyran Ates verliehen

Die Initiative „Aufbruch 2016“ kämpft nach eigener Aussage für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Bürgerrechte im Sinne der Aufklärung und der kritischen Philosophie Immanuel Kants, der für die menschliche Verpflichtung gegenüber Freiheit und Vernunft den Leitspruch prägte: Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen!

Auf dieser ideellen Grundlage hat sie den Immanuel-Kant-Preis gestiftet für Menschen, die sich für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit einsetzen. Seyran Ates ist die erste Preisträgerin. Ates, 1969 in Istanbul geboren, ist eine deutsche Rechtsanwältin, Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Imamin, die mit sechs Jahren zu ihren Eltern nach Deutschland zog. Sie absolvierte ein Jurastudium in Berlin und legte 1997 ihr zweites Staatsexamen ab. Danach arbeitete sie als Anwältin in Berlin, wobei sie sich hauptsächlich mit Familien- und Strafrecht befasste.

Außerdem engagierte sie sich in der Islam- und Integrationspolitik. Sie wandte sich von Anfang an gegen das Konzept des Multikulturalismus, das ihrer Meinung nach von falschen Voraussetzungen ausgeht und in ihren Augen gescheitert ist. Mit Vorträgen und Veröffentlichungen kämpft sie gegen die islamische Parallelwelt in Deutschland, Zwangsheirat und Ehrenmorde. In Berlin gründete sie mit anderen eine Moschee, in der Frauen und Männer gemeinsam beten können. zg

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