Schwetzingen

Immer ein nettes Wort

Auch ich kann mich gut an Bernhard K. Becker erinnern, er hatte quasi nur einen Steinwurf von uns gewohnt. Deshalb begegnete ich ihm schon als kleiner Bub fast täglich und er hatte immer ein nettes Wort übrig, wenn wir etwa gemeinsam am Zebrastreifen warteten. Dass er ein bekannter Künstler war, erfuhr ich erst später von meiner Mutter.

Beim Namen Bernhard K. Becker fällt mir eine Episode ein, die Altstadtrat und Ehrenbürger Walter Bährle vor einigen Jahren erzählte. Bährle, einer der Wegbereiter und Stützen der Städtepartnerschaft mit dem französischen Lunéville, war wieder einmal auf dem Weg mit einer Delegation nach Lothringen. Diesmal ging es um eine Ausstellung Schwetzinger Künstler: Becker hatte offensichtlich den Termin der Vernissage vergessen, zu dem die Delegation nach Lunéville abreisen sollte. Aber am Schlossplatz traf er zufällig die zur Abfahrt bereitstehende Gruppe. Er war offensichtlich direkt aus seiner Werkstatt gekommen, hemdsärmelig und mit farbbeschmierten Hosen.

Und genauso kam er ein paar Stunden später in Frankreich an: „Er stieg ein und fuhr mit uns – ganz so, wie er dastand, ohne zu Hause Bescheid zu sagen“, lacht Walter Bährle noch heute darüber

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