Schwetzingen

Kleintierzüchter Feine Grillhähnchen locken zwei Tage lang viele Besucher an / Walter Gund und Peter Kaufmann würzen das Geflügel erstklassig / Viel Lob von den Gästen

In diesem Fest steckt sehr viel Herzblut drin

Archivartikel

„Hier läuft die Ware nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand“, scherzte Grillmeister Dominik Brandenburger lächelnd, als sich am Samstag zur Mittagessenzeit beim Gockelfest der Kleintierzüchter plötzlich – wie aus dem Nichts – eine Warteschleife vor dem Hähnchen-Grillstand bildete. Das Verständnis der hungrigen Hähnchenliebhaber war den „Gockelrobber“-Aktiven sofort gewiss, zumal schon wenige Augenblicke später zwei Mann Verstärkung helfend bereitstanden, um den Hähnchennachschub zu halbieren und die drei Salatschüsseln aufzufüllen.

„Das ist neben den fantastisch schmeckenden Hähnchen und der herzlichen Gastfreundschaft hier immer schön und bewundernswert: Man spürt den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Vereinsaktiven untereinander, da läuft alles perfekt Hand in Hand“, sagten Harry Schäfer und Ehefrau Verena, die das Ganze mitbekamen, als sie an einem nahen Tisch ihre leckeren Hähnchenportionen verspeisten. „Qualität und Geschmack der Grillhähnchen gehen nicht besser, deshalb sind wir schon seit Jahren Stammgäste hier“, ergänzten sie. Vielen weiteren Besuchern des zweitägigen Festes geht das nicht anders und in diesem Jahr waren zudem die Wetterverhältnisse optimal. Sonne und Wolken teilten sich den Himmel, es blieb trocken und die Temperaturen blieben unter 30 Grad. Dies war auch sehr vorteilhaft für die Grillmeister Dominik Brandenburger sowie Jürgen und Stefan Langer, die vor den Grillstationen ohnehin immer den „heißesten“ Job haben. Die Garanten des geschmacklichen Erfolgs waren einmal mehr die beiden Hähnchenpuderer Walter Gund und Peter Kaufmann, die für die richtige Würzmischung des Geflügels verantwortlich sind. Die Rezeptur ist ein streng gehütetes Vereinsgeheimnis, das bei Walter Gund, der in Kürze seinen 89. Geburtstag feiern darf, in besten Händen ist. „Er ist vermutlich der älteste aktive Hähnchenpuderer in der ganzen Kurpfalz“, witzelte Kaufmann. Genauer hinterfragt ergab sich, dass er schon seit 56 Jahren Vereinsmitglied ist, und seit 35 Jahren das Geflügel würzt.

Vereinsdamen backen eifrig

Schmackhafte, goldbraune Hähnchen und knackige Salate als Beilagen waren allerdings nicht alles, was die Speisekarte vorsah. Ergänzend konnten sich die zahlreichen Besucher auch für verschiedene Sorten Bratwürste, Pommes und Fischbrötchen entscheiden. Als Nachtisch stand an beiden Tagen das vielseitige Kuchenbuffet bereit, welches alljährlich die emsigen Vereinsdamen zusammenstellen. Mit Regina Irmen und Simona Römer zählte diese Zeitung die Anzahl der unterschiedlichen Kuchenvariationen – und kamen zur Zeit des Reporterbesuchs auf die stattliche Anzahl von 20. „Und die sind alle selbst gebacken“, betonten die beiden Damen. „Chapeau“, kann man da nur sagen, wenn da kein Herzblut dahinter steckt!

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