Schwetzingen

Kinderhaus Edith Stein Beim Sommerfest zur Feier des 30-jährigen Bestehens gibt’s Wurfspiele, Popcorn, Vorführungen und Klangexperimente

In diesem Zirkus haben alle Spaß

Archivartikel

„Wir laden euch zu unserem Zirkus ein“ – so beginnt das Sommerfest anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Edith-Stein-Kinderhauses in Schwetzingen. Im Schatten unter Pavillons führen die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gemeinsam mit den Erzieherinnen eine kreative, seit zweieinhalb Monaten geplante Zirkusvorstellung vor.

Leiterin Regina Zankl, die durch das Programm führt, erklärt dazu: „Um den Kindern ein ganzheitliches Bild von einem Zirkus zu vermitteln, haben wir sehr früh mit den Liedern und der Planung begonnen. Es geht nicht nur darum, dass die Kinder das machen, was gefordert ist, sondern auch darum, dass sie verstehen. Ein Clown ist zum Beispiel nicht nur ein lustiger Mensch. Er vermittelt viel mit seiner Mimik und Gestik, was es zu erlernen gilt.“

Personal gut aufgestellt

Die lustigen Zeitgenossen sind nicht das Einzige, was der Kinderzirkus zu bieten hat und so sind auch noch „reinrassige“ spanische Pferde, Seehunde, Löwen, Akrobaten und Seiltänzer mit von der Partie. Aber nicht nur beim Fest ist das Fördern der Kinder für die Angestellten des Kinderhauses eine Herzenssache. Mit 27 Kräften für 135 Kinder ist das Personal sehr gut aufgestellt, was sich auch in der täglichen Betreuung zeigt. Das bestätigt der 23-jährige Robin Sturm aus Plankstadt: „Der Kindergarten bietet sehr viele Veranstaltungen an, die meist am Wochenende stattfinden. An meiner Tochter und den Kindern von Bekannten merke ich, dass diese bis zum Ende gefördert werden. Auch wenn mal eine Erzieherin krank ist, sind die Kleinen immer sehr gut betreut.“

Gegebenheiten angepasst

Eigentlicher Tag des Jubiläums wäre der 1. September. „Aufgrund des Umbruchs mit den Schulkindern haben wir das Fest den Gegebenheiten angepasst und vorverlegt“, erklärt Regina Zankl. Da im Kindergarten selbst eine multikulturelle Gemeinschaft herrscht, schlägt sich das auch im Essensangebot nieder. Es gibt Speisen aus aller Welt, Vegetarisches und Kaffee und Kuchen.

Das schöne Wetter lädt zum Verweilen ein und die Belegschaft tut einiges dafür, dass es für Groß und Klein ein schöner Aufenthalt wird. Während die Eltern sich unterhalten, können die Sprösslinge sich um das Gebäude herum in der Spielstraße austoben und lernen. Hier gibt es Kinderschminken, Wurfspiele, eine Fotobox, Balancierübungen und Maskenbasteln. Birgit Ziegler, Christine Raab und Sonja Mathew haben außerdem eine Klangwerkstatt aufgebaut. Hier kann man lernen, wie verschiedene Klänge entstehen und alles selbst einmal ausprobieren. „Es ist sehr interessant, auf welche kreativen Ideen die Kinder kommen. Eben haben wir sogar schon das Lied ,Alle meine Entchen’ gehört“, berichtet Ziegler erstaunt. Für die süße Stärkung nebenbei verkaufen Helfer und Angestellte auf dem ganzen Gelände aus einem Bauchladen Popcorn.

Das Edith-Stein-Kinderhaus ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. „Dadurch, dass wir auch zwei Krippen haben und verschiedene Betreuungszeiten anbieten, können die Eltern Familie und Beruf sehr gut miteinander vereinbaren“, sagt Regina Zankl und ergänzt: „Für uns Erzieherinnen ist es toll, das Vertrauen zu spüren, das sich in der langen Betreuungszeit zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr der Kinder ansammelt. Bei der Sprache wird es manchmal schwierig, aber wenn man sich verstehen will, gelingt das auch, zur Not mit Hilfe von anderen Eltern oder Dolmetschern.“

Es war jedenfalls ein gelungenes Jubiläumsfest, bei dem Kinder nicht nur spielen, sondern auch lernen konnten.

Info: Weiter Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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