Schwetzingen

Wollfabrik Indra Rios-Moore bestreitet den Auftakt der Jazztage

Interpretationen von Jazz und Pop bleiben im Ohr

Die New Yorker Jazzkünstlerin Indra Rios-Moore mit afroamerikanischen und puertorikanischen Wurzeln bestreitet am Freitag, 11. Oktober, in der Wollfabrik den Auftakt der Jazztage in Schwetzingen. International hat die Sängerin, die bereits mit bekannten Produzenten wie Larry Klein und Jay Newland zusammengearbeitet hat, ein lautes Echo erzeugt und wird als „weiblicher Gregory Porter“ gehandelt, heißt es in einer Pressemitteilung der Jazzinitiative, die die Jazztage veranstaltet.

Rios-Moore ist eine herausragende Sängerin, deren sinnliche Interpretationen von Jazz und Popsongs nicht nur ins Ohr gehen, sondern dort auch hängen bleiben. Mühelos vermittelt die in Dänemark lebende New Yorkerin mit ihrer delikaten, wandlungsfähigen, aber dennoch kraftvollen Stimme zwischen Gospel, Singer-Songwriterästhetik, Jazz, Blues, David Bowie, Pink Floyd und Johnny Hartmann. Sie selbst sagt, dass sie mit ihrer Band zusammen atmen würde. Mehr noch: Da gibt es einen gemeinsamen Puls, der unaufgeregt, zart schlägt.

Für ihr erstes Album „Indra“ wurde sie 2010 mit dem Danish Music Award nominiert. Für ihr zweites Album „In Between“ erhielt Rios-Moore dann den Preis. Mit ihrem dritten Album „Heartland“ – produziert von Larry Klein – gewann die Sängerin 2016 die BMW Welt Jazz Awards und erntete viel Lob für ihr Werk. Ihre Single „Little Black Train“ war die Nummer eins der iTunes Jazz-Charts in Frankreich, Deutschland und Dänemark. Im Frühjahr 2018 wurde dann das Album „Carry My Heart“ veröffentlicht und mit Jay Newland, Produzent von Gregory Porter und Norah Jones, hat sich damit ein weiterer großer Name für die Realisierung verantwortlich gezeigt. Mit diesem Meisterwerk schlägt Rios-Moore mühelos Brücken zwischen Jazz, Pop und American Songs und verschmilzt die Genres miteinander.

Vor vier Jahren ließ sie auf ihrem Album „Heartland“ mit einer warmen Stimme und ebenso klugen wie seelenvollen Interpretationen ungewöhnlicher Songs aufhorchen. Auf dieser CD beschäftigt sich die Sängerin zwar vordergründig mit den politischen und sozialen Realitäten in ihrem Land, bettet das aber in echten Musikgenuss und eine clevere Songauswahl von Steely Dan bis hin zu Gershwin und Ellington. zg

Info: Ein Video zu Indra Rios-Moore gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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