Schwetzingen

Vatertagsfeste Chorgemeinschaft feiert auf der Gänsweid / Viele Handballer der TSG packen mit an

„Jeder will dabei sein“

Archivartikel

Plankstadt.Das Vatertagsfest der Chorgemeinschaft fand wegen Umbauarbeiten nicht wie gewohnt auf dem nahegelegenen Sportplatz statt, sondern an der Grillhütte auf der Gänsweid. Streng auf das Wohlbefinden der Gäste bedacht, konnten die Besucher sich auf der Speisekarte unter dem humorvollen Hinweis „Ohne Grundlage geht es nicht“ frisch gegrillten Schweinebauch, delikate Bratwurst oder Steaks „made in Plankstadt“ aussuchen, bevor es an das flüssige Vatertagsgold aus heimischer Produktion ging.

Doch Besucher Friedrich Fischer und Dietmar Heiler aus Plankstadt konnten es trotzdem nicht abwarten. „Wir sind die Grundlage übersprungen. Es gab gleich Bier. Es ist toll auf der Gänsweid. Das Fest sollte immer hier stattfinden. Den Vatertag feiere ich, seit ich Vater bin“, sagte Friedrich Fischer und Dietmar Heiler, der mit ihm am Tisch saß, ergänzte: „Ich bin kein Vater, aber den Tag feiere ich trotzdem immer.“ Aufgespannte Schirme sorgten für angenehm schattige Plätze an diesem Hochsommertag im Mai. Besucher Herrmann Karascheswki aus Plankstadt freute sich: „Die vergangenen Jahre war es eher nass und 18 Grad warm, dieses Mal haben wir wirklich Glück. Es ist wie im Sommer.“ Sein Tischnachbar Jürgen Treiber ergänzte: „Das ist auch toll für die vielen Radfahrer. Es kommen viele Vereine mit dem Rad, auch von weiter her.“ Kaffee, Kuchen und Salate ergänzten das kulinarische Angebot.

Edelbert Vobis, der 37 Jahre lang Vorsitzender der Chorgemeinschaft war, erinnerte sich: „Wir haben das Fest früher schon mal für ein paar Jahre auf der Gänsweid gefeiert. Es gab damals eine zu starke Absenkung im Boden. Jetzt, da diese beseitigt wurde, kann man besser feiern.“

Die Handballer der TSG Eintracht Plankstadt 1890 feierten nur einen Steinwurf von Plankstadt entfernt auf Schwetzinger Gemarkung bei Bier vom Fass, Hamburgern, Bratwurst und Steak mit Pommes. Schon seit 30 Jahren ist der Bauernhof der Familie Beuschlein jedes Jahr Anziehungspunkt für viele Menschen am Vatertag. Schon am frühen Nachmittag war kaum mehr ein freier Platz zu finden. Zwischen viel Handball-Prominenz und regionalen Berühmtheiten saß auch Familie Burger. Sie kommt jedes Jahr wieder und ist auch Mitglied in der TSG. „Das Vatertagsfest der Handballer ist wie die Champions League, jeder will dabei sein“, sagte Norbert Burger. Sein Gegenüber Annette Summ ergänzte: „Wie Norbert bin ich jetzt auch passives Mitglied, aber unsere Söhne Adrian und David sind dafür sehr aktiv. Zum Feiern kommen wir natürlich alle hier her.“

Reibungslose Organisation

Jürgen Beuschleins Hof ist eine tolle Location und er stellt ihn gern zur Verfügung: „Klar bin ich selbst Mitglied bei der TSG. Zuerst hatte mein Vater den Hof für zehn Jahre zur Verfügung gestellt, ich jetzt seit 20 Jahren. Ich mache das sehr gerne und freue mich jedes Jahr erneut darauf.“ Die Organisation des Festes durch den stellvertretenden Abteilungsleiter Bernhard Mayer und Andreas Großhans liefe auch wie am Schnürchen: „Das funktioniert alles routiniert. Alle helfen – allein gestern haben hier mindestens 30 Menschen mitaufgebaut.“

Beuschlein, der Landwirtschaft nur noch im Nebenerwerb betreibt, wünscht sich, dass eine seiner Töchter eines Tages den Hof übernehmen wird. Auf die Frage, ob das Fest dann mit übernommen würde, antwortete er mit einem Lächeln: „Ich hoffe“ – wobei ein Augenzwinkern verrät, dass wohl kein Zweifel daran besteht. mon

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