Schwetzingen

Jemand denkt an mich

Ralf Strauch freut sich über die Überraschung in seinem Stiefel

6.12. Es werden heute wieder viele Menschen in ihre Schuhe schauen, die sie gestern vor die Tür gestellt haben. Schließlich erhoffen sie sich, dass der Nikolaus eine kleine Überraschung hineingelegt hat. Ob kleine oder große, teure oder billige Schuhe – der Nikolaus findet immer ein kleines Geschenk, das in die jeweiligen Schuhe passt. Und das Geschenk selber muss dann nicht unbedingt groß und teuer sein. Ich finde es schön, dass wir uns auch über eher kleineren Gaben freuen können und von ihm nicht das ganz große Geschenk erwarten.

Dieses Empfinden war bei den frühen Christen sicherlich noch stärker ausgeprägt. Da war die Adventszeit in jeder Hinsicht eine Fastenzeit. Man aß kärglich und man ließ es dunkel. Nur eine Kerze brannte am ersten Advent, und die vier Kerzen, die kurz vor Weihnachten entzündet wurden, waren sicher auch kein Lichtermeer, sondern eher ein Lichtblick.

Und so kommt es auch bis heute beim Schenken nicht darauf an, wie groß das Geschenk ist. Es kommt darauf an, wie viel Liebe wir hineinlegen, könnte man frei nach Mutter Teresa sagen. Mit Achtsamkeit und Liebe ausgesucht, kann auch ein einfaches Geschenk sehr, sehr viel Freude bereiten.

Es ist ja nicht die Größe oder der Wert des Geschenks im Stiefel, das den Nikolaus für mich so besonders macht. Es ist die Freude darüber, dass jemand an mich denkt.

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