Schwetzingen

Geschäftsleben Irene Heberling nutzt Schlosspark als Kulisse

Johannas Schicksal bewegt Fotografin zu einer Aktion

Irene Heberling will helfen. Sie hat den Artikel über die krebskranke Johanna in unserer Zeitung (vom 2. Mai) gelesen – und war vom Schicksal des dreijährigen Mädchens und der Familie ergriffen. „Ich habe keine Verbindung zu dieser Familie, aber ich bin selbst Mutter und ich stelle mir das ganz furchtbar vor“, erklärt sie im Telefongespräch mit unserer Zeitung.

Die Kinder- und Familienfotografin aus Schwetzingen will deshalb zumindest finanziell unterstützen. An diesem Samstag, 23. Mai, und Sonntag, 24. Mai, plant sie eine Fotoaktion im Schlossgarten. „Ich werde Kinder fotografieren, diese Bilder werden dann besonders bearbeitet. Sie sind dann sozusagen eine Art Zauberbilder, bei denen die Mädchen und Jungen den Zauber in den Händen halten. Die Eltern können dieses Bild dann kaufen und der Erlös geht an Johannas Familie“, erklärt sie.

Mutmacher und Erinnerung

Die Kinder sollen dabei an einen Wunsch für Johanna denken. Die 45-Jährige hält diesen Moment dann mit der Kamera fest. Für Johanna und ihre Familie hat sie aber noch eine weitere Überraschung. Alle Bilder werden in einem Buch zusammengefasst, wo auch alle Wünsche an das Mädchen verewigt sind – als Mutmacher und Erinnerung an diese Aktion. „Die Eltern füllen ein Formular mit den Wünschen aus und dann gibt es noch einen kurzen verständlichen Text für Johanna.“ All das soll der Dreijährigen Kraft für die kommenden Monate geben.

Durch die Pandemie musste Heberling allerdings Termine vergeben – „und die Nachfrage, war schon so groß, dass ich auch trotz des Zusatztermins am Sonntag keine freien Plätze mehr habe“. Ob sie diese Fotoaktion dann noch einmal wiederholt, sei nicht sicher. Die Auflage liegt momentan noch bei fünf Menschen, plus Abstandsregelung – die Verantwortlichen im Schlossgarten haben ihr die Aktion mit der Einhaltung der Vorgaben bereits bewilligt. Irene Heberling darf sich mit den Eltern und Kindern in der Zähringer Allee ausbreiten.

Johannas Tante Lena Seele, die auf das Schicksal des Mädchens aufmerksam gemacht hatte, sei von der Initiative begeistert. nina

Info: Die Webseite der Fotografin unter www.elfengraphie.de

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