Schwetzingen

Tag der Architektur Kammer stellt Funktion von Stadträumen am Beispiel von Schwetzingen vor

Kamera ist auf den Schlossplatz gerichtet

Regine Donath aus Schwetzingen steht auf dem Schlossplatz vor einem dreiköpfigen Kamerateam. Die Linse ist auf sie gerichtet, das Mikrofon angeschaltet. „Und Action“, gibt Marvin Pfeifer von „Mooove.media“ das Zeichen zum Start. Er und sein Team drehen in der Spargelstadt einen von vier dreiminütigen Videobeiträgen zum Tag der Architektur, der am Samstag, 27. Juni, gefeiert wird. „Es geht darum, Stadträume vorzustellen und sie spürbar zu machen“, erklärt Marvin Pfeifer.

Wegen der Corona-Krise werden die Städte – in diesem Jahr Heilbronn, Efringen-Kirchen, Weingarten bei Ravensburg und Schwetzingen – statt traditionell per Gruppentouren mit dem Bus oder zu Fuß, virtuell auf der Webseite der Aktion „Tag der Architektur“ in Form eines virtuellen Rundgangs vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf dem Funktionieren von Stadträumen – auch vor dem Hintergrund der Pandemie.

Die Architektenkammer Baden-Württemberg war es übrigens, die die Städte ausgesucht und den Filmauftrag an „mooove.media“ vergeben hatte. Die Videos werden am heutigen Tag der Architektur online gestellt und können von allen Interessierten kostenlos angeschaut werden. In diesem Jahr feiert der Thementag, der im Jahr 2020 unter dem Motto „Ressource Architektur“ steht, sogar ein Jubiläum: Bereits zum 25. Mal wird der Öffentlichkeit medienwirksam das Bild aus Sicht der Architekten präsentiert.

Verkehrsberuhigter Bereich

Der Grund, warum Schwetzingen als eine der vier Städte ausgewählt wurde, ist der Schlossplatz. Bis zum Umbau im Jahr 2011 verlief hier eine Hauptverkehrsstraße, die Fußgänger mussten diese per Ampel überqueren. Jetzt ist die Straße zwar immer noch eine viel befahrene Achse, der Schlossplatz ist aber insgesamt zum verkehrsberuhigten Bereich und damit zum Herzstück Schwetzingens geworden. „Jeder Verkehrsteilnehmer ist gleichberechtigt und das macht den Platz architektonisch interessant“, meint Pfeifer.

Für sein Video, in dem unter anderem Drohnenaufnahmen der Spargelstadt zu sehen sein werden, interviewt das Team mehrer Passanten auf dem Schlossplatz. Zehn Schwetzinger oder deren Gäste werden dazu an unterschiedlichen Positionen auf dem Platz gefilmt. Dabei fragt der Redakteur beispielsweise, was den Schlossplatz positiv ausmacht und was sich seit der Umgestaltung verändert hat.

Auf dem Drehplan stand außerdem ein Interview mit Stadtbaumeister Mathias Welle. Ihn befragt das Filmteam unter anderem zum Prozess der Umgestaltung und zur Stadtplanung der Zukunft. Ziel der Videos ist es, gute Architektur und lebendige Stadträume als Ressource für den Alltag greifbar zu machen.

Info: Die Videos gibt es unter www.tag-der-architektur.de

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