Schwetzingen

Gemeinderat Sitzung beschäftigt sich auch mit Tempo 30

Kein Kindergarten im Gustav-Adolf-Haus

Archivartikel

Erneut im Josefshaus trifft sich der Gemeinderat zu seiner ersten öffentlichen Sitzung nach der Sommerpause. An diesem Mittwoch, 30. September, stehen ab 18 Uhr zehn Punkte auf der Tagesordnung. Darunter ist ein Beschluss zum Lärmaktionsplan der Stadt, der unter anderem beinhaltet, dass in der Friedrich-Ebert-, Mühlen-, Zähringer, Walter-Rathenau- und Bruchhäuser Straße die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert wird – am Tag wie in der Nacht.

Ein Dauerthema im Rat ist die Kinderbetreuung, diesmal gibt es Neues zum Kindergartenausbau. So steht nun fest, dass ein ins Auge gefasster Erwerb und Umbau des Gustav-Adolf-Hauses im Hirschacker nicht umgesetzt wird. Grund sind die zu erwartenden finanziellen Aufwendungen. Eine erste Kostenschätzung, die zusammen mit dem Architekten Christopher Ansorge erstellt wurde, habe ergeben, dass von einem Finanzvolumen von mindestens 1,5 Millionen Euro auszugehen sei, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Es seien umfangreiche bauliche Maßnahmen notwendig wie zum Beispiel die Erneuerung der gesamten Elektrotechnik, der Wasserleitungen, der Sanitärtechnik, der Bodenbeläge und Fenster. Teilweise müssten Räume umgebaut werden um neue Strukturen zu schaffen, die den Vorgaben entsprechen. Insbesondere sind wohl sehr aufwendige Brandschutzmaßnahmen für die Nutzung des Gebäudes zur Kinderbetreuung erforderlich.

Zudem habe nicht ermittelt werden können, ob aufgrund des Errichtungszeitpunkts (1957) und den Um- und Anbauten in den Jahren 1979 und 1993 im Gebäude schadstoffbelastete Materialien verbaut wurden. Sollte dies der Fall sein, sei mit einer noch nicht absehbaren Kostenerhöhung zu rechnen. Für dort zu schaffende lediglich 20 Plätze seien diese Kosten völlig unwirtschaftlich. Daher soll von der Umsetzung Abstand genommen werden. Was nun mit dem Gebäude passieren soll, damit wird sich die evangelischen Kirchengemeinde als Eigentümer befassen.

Für künftige Erweiterungen steht nach dieser Entscheidung noch der Melanchthon-Kindergarten zur Verfügung (Anbau für zwei Gruppen). Ebenso soll es für das Pfaudler-Areal und die Oststadterweiterung einen mehrgruppigen Kindergarten geben, der auf dem Pfaudler-Gelände geplant ist. Als Ersatz für das Gustav-Adolf-Haus muss jetzt noch nach Platz für eine Gruppe gesucht werden.

Spatzennest ist im Verzug

Derzeit sind schon einige Ausbaumaßnahmen im Gange: Im Kindergarten St. Josef läuft die Umsetzungsphase, in St. Pankratius die Planungsphase. Weiter ist man im Zwergenschlösschen in der Moltkestraße. Der fehlt nur noch die Fluchttreppe, die Einrichtung soll voraussichtlich ab November in Betrieb gehen, die Wiesengruppe des Waldorfkindergartens sogar schon diese Woche. In Verzug ist noch das Spatzennest, weil erst kürzlich ein Architekt gefunden worden sei. ali

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