Schwetzingen

Internetkauf Sparda bietet Sicherheitstipps beim Surfen im Netz

Keine Vorauskasse leisten

Einkaufen im Internet gehört bei den meisten Menschen zum Alltag. Kein Wunder, dass sich unter die große Mehrheit an seriösen Händlern immer wieder schwarze Schafe mischen, die versuchen Kunden mit immer neuen Maschen abzuzocken. Sparda Surf Safe, ein Projekt der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank, zeigt, wann bei vermeintlichen Schnäppchen im Netz Vorsicht geboten ist und wie man sich vor Betrügern schützt, heißt es in einer Pressemitteilung der Bank.

Die Bandbreite reicht dabei von Schummeleien beim Preis über billige Plagiate bis hin zu professionellen Betrugsmaschen mit hohen Schadenssummen. „Schützen kann sich der Verbraucher nur, wenn er auf typische Warnzeichen achtet“, erklärt Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet, einem der Mitveranstalter der Sparda-Surf-Safe-Kampagne. Doch diese sind mitunter gar nicht so leicht zu finden.

Warnleuchten bei Mini-Preisen

Bei einem extrem niedrigen Preis sollten grundsätzlich die Warnleuchten angehen. Insbesondere wenn es sich um ein Markenprodukt handelt, das normalerweise nicht reduziert wird. Wenn es sich außerdem um einen völlig unbekannten Anbieter handelt, eine genaue Produktbeschreibung fehlt und die angebliche Preisempfehlung des Herstellers deutlich höher liegt und gut sichtbar platziert ist, ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Im besten Fall handelt es sich bei den Ursprungspreisen um reine Phantasie und das Produkt ist überall so günstig, im schlimmsten Fall ist es ein Lockangebot und man überweist Geld, ohne jemals Ware zu erhalten. Darüber hinaus kann es sich um minderwertige Plagiate von teuren Markenartikeln handeln. Wer im Netz auf der Suche nach Abendkleidern oder Brautmode ist, stößt auf dutzende Shops, die die Kleider teurer Designer zu Schnäppchenpreisen anbieten. Die Ernüchterung folgt mit der Lieferung, denn das Kleid hat meist sehr wenig mit den Hochglanzfotos im Internet zu tun. Die Facebook-Seite „Knock Off Nightmares“ zeigt Beispiele.

Viele dieser Online-Shopping-Alpträume stammen aus Asien und damit sind wir bereits beim nächsten Punkt, dem Impressum. In Deutschland muss jede Internetseite ein Impressum mit vollständigen Kontaktdaten und Verantwortlichkeiten enthalten, doch nicht überall auf der Welt gelten diese Vorschriften. Eine Adresse im Ausland kann ein Indiz sein, dass der deutsche Käuferschutz ausgehebelt werden soll. Dann gilt auch nicht das 14-tägige Rücktrittsrecht ohne Angabe von Gründen. Wer Zweifel an der Seriosität einer Seite hat, kann den Namen des Shops einfach in eine der großen Suchmaschinen eingeben und nach Bewertungen suchen. „Ist etwas faul, findet man hier zumeist recht deutliche Worte von enttäuschten Kunden“, sagt Schartner.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Shops verzichten, die nur Zahlung per Kreditkarte oder Vorauskasse akzeptieren. Viele Shops nutzen inzwischen Anbieter wie Klarna oder Bill Safe, die erst eine Bonitätsprüfung des Käufers durchführen, bevor der Kauf auf Rechnung genehmigt wird. Pay Pal und Paydirekt zählen ebenfalls zu den Zahlungsalternativen, denn hier greift ein besonderer Käuferschutz, falls die Ware nicht ankommt oder zurückgeschickt wird. zg

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