Schwetzingen

Alte Wollfabrik Programm lockt mit „Bounce“ und „Night Fever“

Keiner weint hier dem Sommer nach

Archivartikel

Noch hat die Sonne Kraft und bietet dem Herbst Paroli. Aber die Zeichen sind untrüglich. Die ersten Blätter verfärben sich, Kastanien beginnen zu fallen, die Vorfreude auf neuen Wein und Zwiebelkuchen wächst und in der Alten Wollfabrik laufen die Aufwärmübungen für die kommende Spielzeit langsam an. Es sind nur noch wenige Wochen bis zu den ersten Veranstaltungen in diesem kleinen aber furiosen kurfürstlichen Kulturtempel und das Wörtchen furios ist mit Bedacht gewählt.

Denn der Wollfabrik-Macher Harald Zimmermann verspricht „eine furiose Spielzeit mit vielen Highlights“. Niemand, davon war Zimmermann überzeugt, wird dem Sommer auch nur eine Träne nachweinen. Im Gegenteil, Herbst und Winter verheißen Party- und Kabarettkultur vom Feinsten.

Wünsche werden erfüllt

Los geht es am Dienstag, 11. September, mit der legendären Tuesday Night. Unter dem Motto „The Night of the Audience“ werden die Musiker der Wollfabrikformation „The News“ bis tief in die Nacht die musikalischen Wünsche ihrer Fans erfüllen, die diese im Vorfeld auf Zetteln abgegeben haben. Ebenfalls im September gehen noch der Kabarettist Ingo Oschmann (Samstag, 22. September) und die Dire-Straits-Tribute-Band „Brothers in Arms“ (Freitag, 28. September) an den Start. Oschmann verspricht mit seinem Jubiläumsprogramm verbale Höchstflüge in die Tiefen menschliche Abgründe. 25 Jahre und zehn Programme schwer, zeigt dieser Querschnitt, mit welcher Leichtigkeit er zeitlos durchs Leben geht.

Ein musikalisches Ausnahmeereignis wird sicher der Auftritt des Richie Beirach Quartetts mit Gregor Hübner am Freitag, 12. Oktober, anlässlich des Enjoy Jazz Festivals. Der New Yorker Pianist Beirach und der deutsche Violinist Hübner werden den Jazz in der Residenz einmal mehr zum Leben erwecken und sicher für Überraschungen sorgen. Denn, so Beirach im Vorfeld, Jazz beginne da, wo der Notentext ende.

Musikalisch weiter geht es dann mit der Bon-Jovi-Tribute-Band „Bounce“ am Samstag, 13. Oktober, mit einer Verbeugung vor Tina Turner am Samstag, 20. Oktober, und mit einer Halloween-Party mit „Shebeen“ am Mittwoch, 31. Oktober. Dazwischen tritt Peter Vollmer am Donnerstag, 25. Oktober, mit seinem Kabarettprogramm „Er hat die Hosen an – sie sagt ihm welche“. Die Luft wird für den Mann des 21. Jahrhunderts, zwischen selbstfahrenden Autos und Robotern, die auf Kuschelsex programmiert werden können, zunehmend dünner. Wenigstens kann man mit Vollmer darüber noch lachen.

Supertramp zum Leben erwecken

Im November übernehmen in der Alten Wollfabrik gleich mehrere Tribute-Bands. Den Auftakt macht die Foreigner-Band „Cold As Ice“ (Freitag, 3. November) gefolgt von der Bee Gees Truppe „Night Fever“ (Freitag und Samstag, 8. und 9. November) und „Century’s Crime“, die am Samstag, 10. November, die Ära Supertramps von 1973 bis 1984 zum Leben erwecken. Ebenfalls im November wird „The Queen Kings“ (Samstag, 17. November) antreten.

Kabarettistischer Höhepunkt wird im November sicherlich der Auftritt des hessischen Wahnsinnsduos „Mundstuhl“. Mit donnerstags und freitags, 15. und 16. November, gibt es gleich zwei Auftrittstermine, wobei es Karten nur noch für den Donnerstagstermin gibt. Eine musikalische Lesung „Nur nicht aus Liebe weinen“ kann am Mittwoch, 28. November, mit Dunja Rajter erlebt werden. Und am Freitag, 30. November, wird der Partyregler mit der Band „Me and the Heat“ noch einmal voll aufgedreht.

Im Dezember stehen dann nach einem musikalischen Auftakt mit „It’s all Pink“ (Samstag, 1. Dezember), gleich drei kabarettistische Aufschläge an. Den Anfang macht Stephan Bauer mit seinem Programm „Weihnachten fällt aus“ (Dienstag, 4. Dezember). Auf ihn folgen Michael Hatzius mit seiner legendären sprechenden Echse (Donnerstag, 6. Dezember) und Django Asül mit seinem hintergründigen und bayerisch hinterfotzigen Jahresrückblick (Samstag, 15. Dezember). Und enden wird das Jahr 2018 mit „Abba forever“ (Samstag, 22. Dezember), „Sweet Soul Music“ (Mittwoch, 26. Dezember) und „Phil“ (Donnerstag, 27. Dezember), mit einem musikalischen Dreiklang.

Eine Aussicht, die sicherlich nicht wenige in der Stadt Herbst und Winter beinah herbeiwünschen lässt. So viel musikalisches und kabarettistisches Feuerwerk erzeugt schließlich viel Hitze und macht die dann wahrscheinlich wieder kühleren Temperaturen schnell vergessen.

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