Schwetzingen

Notinsel In Schwetzingen beteiligen sich 75 Projektpartner

Kindern in Gefahr wird hier geholfen

Archivartikel

Seit dem Jahr 2006 nimmt die Stadt Schwetzingen am Projekt Notinsel teil, heißt es in einer Pressemitteilung. Ziel des Projektes ist es, ein Netzwerk von Einzelhandelsgeschäften wie Bäcker, Metzger, Friseure und Banken aufzubauen, welche Kindern in Gefahrensituationen – zum Beispiel bei Mobbing von kleineren Kindern durch größere, Verfolgung durch fremde Erwachsene oder bei ausländerfeindlich motivierter Gewalt – als erste Anlaufstelle und als Schutzraum dienen.

75 Geschäftsleute, Ärzte, Banken und Einrichtungen in Schwetzingen sind an diesem Projekt bereits beteiligt. Mit einem „Notinsel-Aufkleber“ und entsprechenden Plakaten zeigen diese Projektpartner, dass Kinder in Notsituationen unmittelbar Hilfe erfahren und geschützt werden. Dabei sollen die Notinsel-Partner keinesfalls psychologische Beratung leisten, sondern „nur“ eine Hilfskette in Gang setzen, die die Benachrichtigung der Eltern, der Polizei oder Ähnliches beinhaltet, wird in der Pressemitteilung betont.

Bewusstsein fördern

Durch dieses Projekt soll das Bewusstsein für Kinder in der Öffentlichkeit gefördert werden und gleichzeitig eine Abschreckung potenzieller Täter erfolgen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass die Notinseln eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden und von den Kindern in Notsituationen tatsächlich aufgesucht werden.

Damit möglichst alle Kinder von diesem Projekt profitieren können, ist die Mithilfe der Eltern gefragt. Gerade bei immer wiederkehrenden Wegen wie dem Schulweg ist es wichtig, dass Eltern zusammen mit dem Kind den genauen Schulweg festlegen. Die Erziehungsberechtigten sollen ihrem Kind zeigen, wo sich auf diesem Weg die Notinseln befinden. Auch in der Innenstadt und in einigen Außenbezirken sind Notinseln eingerichtet. „Machen Sie Ihr Kind ebenfalls auf diese Anlaufstellen aufmerksam“, appellieren die Verantwortlichen in der Mitteilung. Auf der Internetseite www.notinsel.de ist auch der Schulwegplaner verfügbar. Nach Auswahl des gewünschten Ortes wird die Karte angezeigt. Diese kann in jeder beliebigen Zoomstufe ausgedruckt werden, um die wichtigen Routen der Kinder entlang der Notinseln zu planen.

Auch eine neue Notinsel-App ist in Planung. Wenn Eltern der Meinung sind, dass entlang des Schulweges des Kindes eine weitere Notinsel eingerichtet werden sollte, wenden sie sich per E-Mail an generationenbuero@schwetzingen.de oder unter Telefon 06202/8 74 94 an das Generationenbüro der Stadt.

Schwetzinger Gewerbetreibende, die auch Notinsel-Partner werden möchten, können sich ebenfalls an das Generationenbüro wenden. Initiator des Projektes ist die Stiftung „Hänsel + Gretel“ aus Karlsruhe. zg

Info: Zum Schulwegplaner geht‘s unter www.notinsel.de

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