Schwetzingen

Schlosskapelle Organist Heinz-Georg Saalmüller präsentiert historische Ubhauser-Orgel / Er spielt Stücke aus der Entstehungszeit

Klangerlebnis besonderer Art

Archivartikel

Der eindrucksvolle Raum der Schwetzinger Schlosskapelle, vom Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner 1804 im Stil des Empire gestaltet und ausgestattet, verfügt über eine besondere Orgel: Sie ist die einzige in Baden aus der Übergangszeit vom Barock zur Romantik.

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg laden am Sonntag, 15. März, zu einer weiteren Führung zum Klangerlebnis in der Schlosskapelle ein: Um 15.15 Uhr wird die historische Andreas-Ubhauser-Orgel vom Organisten Heinz-Georg Saalmüller präsentiert, ein historisches Instrument aus dem 18. Jahrhundert, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatlichen Schlösser und Gärten. Ein weiterer Termin dieser Führungsreihe findet am Ende des Jahres, am Samstag, 26. Dezember, statt.

Baugeschichte erläutert

Das historische Instrument wurde 1806 von Andreas Ubhauser gebaut. In der Sonderführung „Klangerlebnis in der Schlosskapelle“ am Sonntag berichtet Schlossorganist Heinz-Georg Saalmüller vom Orgelbau um 1800, erläutert die Baugeschichte der Schwetzinger Orgel und zeigt sie aus der Nähe. Zum musikalischen Abschluss spielt er Stücke aus der Entstehungszeit der Orgel, unter anderem von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Orgelbauer Andreas Ubhauser aus Heidelberg schuf die zierliche Orgel in der Schlosskapelle Schwetzingen. 90 Prozent des Instruments, das zehn Register hat, sind noch original. Die letzte umfassende Restaurierung erfolgte von 1980 bis 1982. Der Großteil der Orgelpfeifen besteht aus Zinn und die Tastatur ist aus kostbarem Ebenholz gefertigt, heißt es in der Mitteilung weiter. Nach aktuellem Stand soll die Veranstaltung laut Sandra Moritz, Leiterin der Schlossverwaltung, trotz der aktuellen Lage um das Coronavirus wie geplant stattfinden. zg

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