Schwetzingen

Msuikverein-Stadtkapelle CD Erstlingswerk „Schwetzingen Unerhört“ überzeugt voll

„Können auf hohem Niveau“

Es hat eine Weile gedauert. Über 140 Jahre ließ die Stadtkapelle die Öffentlichkeit darauf warten, ihre Musik auf Vinyl oder auf Polycarbonat mit dünner Metallschicht endlich mit nach Hause nehmen zu können. Doch nun ist es vollbracht. Am vergangenen Wochenende stellten die Musiker der Stadtkapelle ihr Erstlingswerk sichtlich stolz der Öffentlichkeit vor. Und der Stolz, so viel vorab, war völlig berechtigt. Die CD „Schwetzingen Unerhört“ überzeugt von der ersten bis zur letzten Sekunde. Oberbürgermeister René Pöltl bewertete das Werk „seiner Band“ nach der Präsentation in den Räumen der Firma „Hermann Müller“ denn auch einfach nur als „absolut erstklassig“.

Vor diesem „absolut erstklassig“ standen jedoch einige Hürden, die den Musikern mehr als einmal die Schweißperlen auf die Stirn trieben. Seinen Anfang nahm diese CD-Geschichte schon Ende 2016. Und schuld daran, so der Vorsitzende Simon Abraham, sei der Dirigent Manuel Grund. Nach dem legendären Schlosskonzert im Rokokotheater im November 2016 trat Grund mit dieser CD-Idee vor seine Musiker. Zugegeben, erklärte Abraham, es bedurfte etwas Überzeugungsarbeit.

„Aber als der Entschluss gefasst wurde, waren hier alle Feuer und Flamme für das CD-Projekt.“ Als dank zahlreicher Sponsoren die Finanzierung stand, hatten sich die Musiker der Stadtkapelle am vorletzten Oktober-Wochenende des vergangenen Jahres in der Mensa des Hebel-Gymnasiums versammelt und gefühlt annähernd zwei Tage durchgespielt. Unterstützt wurden sie dabei von der großartigen Sängerin Anne Diener, dem sensationellen Marimba-Spieler José Antonio Moreno Romero und der Rockband „The Chaotics“. Eine außergewöhnliche Kombination, die ihre musikalische Wirkung jedoch nicht verfehlte.

Eindrucksvoller Klangteppich

Die Stücke auf der CD breiten einen farbenfrohen und vor allem sehr eindrucksvollen Klangteppich aus. Von „Arsenal“ und „The Girl from Ipanema“ über das „Concertino for Marimba und Winds“ und „Spanish Fever“ bis zur „Forrest Gump Suite“, dem eigens komponierten Rocksong für Blasorchester und Band, und den Marsch „An der Garnisonskirche“, zündete die Stadtkapelle mit Grund vorne auf dem Pult ein wahres musikalisches Brillantfeuerwerk. Es gab zu Beginn aus den Reihen der Musiker einige Bedenken, dass das ge-stemmt werden könne. Für Grund sind die Bedenken mit dieser CD endgültig und für immer vom Tisch: „Das ist Können auf hohem Niveau.“

Eine Einschätzung, die quer durch die Premierengäste geteilt wurde. Nach der Präsentation brandete jedenfalls großer Applaus auf und die Kritiker überschlugen sich von „super“ über „Weltklasse“ bis „sensationell“ förmlich. Auch die Musiker selbst, die das Werk ebenfalls zum ersten Mal hörten, schienen sehr zufrieden. Jasmin Engelhardt (Altsaxophon) lächelte zufrieden und sagte fast etwas bescheiden: „Ist doch richtig gut geworden.“ Aber es stimmt und noch ein wenig mehr. ske

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