Schwetzingen

Caritas-Altenpflegeschule Zwölf Absolventen feierlich verabschiedet / Jeder geht nun seinen eigenen Weg in einem anspruchsvollen Job

Kompetente und entschlossene Helfer

Archivartikel

In der Caritas-Altenpflegeschule in der Scheffelstraße 79 werden seit den 1970er Jahren erfolgreich Altenpfleger sowie Altenpflegehelfer ausgebildet. Jetzt gab es wieder die Zeugnisse für die neuen Absolventen.

Schulleiter Wolfgang Grzemba gratulierte zwölf Schülern, die vor drei Jahren ihre Ausbildung begonnen hatten sowie acht Absolventen zum Altenpflegehelfer, die eine einjährige Ausbildung durchlaufen hatten. Er freue sich sehr, auch wenn die eben zu Ende gegangene mündliche Prüfung „richtig turbulent“ gewesen sei. „Wir haben kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn wir eins hätten, könnte ich sagen, das ist es, was ich für mein Leben will“, zitierte Kursleiterin Jasmin Münch die mit 22 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommene amerikanische Schriftstellerin Marina Keegan. Sie hoffe, dass die Absolventen nach ihrer Ausbildung genau dieses Gefühl des Gegenteils von Einsamkeit in Schule, Ausbildungsbetrieb und Klassengemeinschaft erlebt hätten. Es sei der Zusammenhalt in einem Team, der „das tolle Gefühl des Gegenteils von Einsamkeit“ auslöse. „Ab dem heutigen Tag wird jeder Einzelne von Ihnen einen anderen Weg einschlagen“, wünschte die Kursleiterin den erfolgreichen Prüflingen alles Gute für die berufliche Zukunft.

Nicht immer einfache Momente

Schulleiter Wolfgang Grzemba und Dr. Steffen Krahl vom Regierungspräsidium Karlsruhe überreichten die Urkunden an die künftigen Fachkräfte. Das Regierungspräsidium mit dem Referat für ärztliche und pharmazeutische Angelegenheiten hat die Aufsicht über Schulen für Gesundheitsfachberufe und sozialpflegerische Berufe. „Ab sofort tragen Sie die Bürde der Verantwortung alleine, indem Sie dafür sorgen, dass es Menschen, die sich nicht mehr alleine helfen können, auf ihrem letzten Lebensweg gut geht“, sagte Krahl. Die frischgebackenen Altenpflegekräfte hätten eine anspruchsvolle Ausbildungszeit mit theoretischem und praktischem Unterricht sowie Einsätzen in Pflegeheimen hinter sich: „Sie werden Ihr Fachwissen brauchen, Ihre Schutzbefohlenen erwarten Kompetenz“, dankte Krahl „für die Mühen, die Sie während der Ausbildung auf sich genommen haben“. Zu den Zeugnissen gab es Rosen.

Anna-Lena Zunker sprach für den Kurs. „Wir waren nicht einfach, aber in den Momenten, wo es drauf ankam, haben wir zusammengehalten und uns in der Prüfungszeit gegenseitig unterstützt“, dankte die Absolventin den Dozenten „für die grenzenlose Geduld mit uns“. Ein besonderer Dank galt Dorothee Preis vom Sekretariat für die unermüdliche Beantwortung aller Fragen, auch wenn es manchmal nervend gewesen sei. „Wir werden nun Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen müssen“, überreichte Anna-Lena Zunker ein Geschenk an Kursleiterin Jasmin Münch. Honorardozentin Stefanie Mächler wurde mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Schulleiter Wolfgang Grzemba setzte den Schlussakkord mit Gitarre und Gesang. „Gib nicht auf, pack nicht ein, kleine Helden müssen tapfer sein. Und ist die Welt auch hart wie Stein“, hieß es im Wolf Maahn-Song „Kleine Helden“, bevor die neuen Altenpfleger zum Feiern bei Sekt und Häppchen wechselten. vw

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