Schwetzingen

Konkurrenz hat versagt

Archivartikel

Schwetzingens mittlerweile sieben Partnerstädte haben alle ihre ganz typischen Besonderheiten – seien es kulinarische Produkte, bauliche Sehenswürdigkeiten, Museen, musikalische Könner, tolle Veranstaltungen oder außergewöhnliche Vereinigungen. Das bayerische Karlshuld mit dem Ortsteil Neuschwetzingen verfügt da über eine ganz besondere Besonderheit: die „Donaumooser Maibaumdiebe“. Sie sind in ganz Oberbayern berühmt-berüchtigt und haben schon mindestens 15 Bäume in der ganzen Gegend stibitzt, die dann gegen Brotzeit in flüssiger und fester Form ausgelöst werden müssen.

Das Maibaumstehlen ist aber keine Spontanaktion, das bedarf monate- oder gar jahrelanger Vorarbeit, um im entscheidenden Moment zuschlagen zu können. Dieser Moment hätte jetzt am Sonntag sein sollen, mitten in der Nacht – und mit einem fast 50 Meter hohen Mammutexemplar. Alles war vorbereitet, sogar die Presse aus dem fernen Schwetzingen informiert, als beim letzten Ausspionieren 24 Stunden vorher alles vorbei war: Der Baum wurde von anderen geklaut. „Wir haben sie erwischt, aber auch die Besitzer“, ärgerte sich „Obermaibaumdieb“ Manfred Pelzer über den geplatzten Coup und das Versagen der Konkurrenz. Aber der nächste Mai kommt bestimmt.

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