Schwetzingen

Aufbruch 2016 Immanuel-Kant-Preis geht an Susanne Schröter

Kopftuch im Islam

Archivartikel

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“, hat der Philosoph Immanuel Kant die intellektuelle Befreiung von Denkmustern bezeichnet. Zur Erinnerung an den Kritiker hat die Initiative Aufbruch 2016 den Immanuel-Kant-Preis gestiftet, der Bürger auszeichnen soll, die sich diesen Denkmustern entgegenstellen. Er wird an diesem Dienstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr an Professor Susanne Schröter von der Universität Frankfurt verliehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative. Bei der Verleihung wird Schröter einen Vortrag über „Politischer Islam. Stress-Test für Deutschland“ halten.

Schröter ist durch einen Kongress zum Thema „Kopftuch im Islam“, den sie im vergangenen Jahr in Auseinandersetzung mit der Ausstellung „Muslim Contemporary Fashions“ organisiert hatte, bekannt geworden.

Den in dieser Exhibition gebrauchten Begriff „islamische Mode“ betrachtete sie als eine Verharmlosung des Kopftuchs, das nichts anderes als ein Symbol der brutalen Unterdrückung der Frau sei. Deswegen wurden ihr von Studenten „anti-muslimischer Rassismus“ vorgeworfen. Verlangt wurde darüber hinaus, dass sie ihrer Position als Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums „Globaler Islam“ enthoben werden solle, heißt es in der Pressemitteilung der Initiative Aufbruch 2016.

Schröter ist der Meinung, dass mit dem Begriff „anti-muslimischer Rassismus“ Kritik am Islam unterbunden werden solle. zg/Bild: FFGI

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