Schwetzingen

„Jugend musiziert“ Dimitra und Eliana harmonieren perfekt

Lachen, singen und die Preise abräumen . . .

Sie verstehen sich super: Pianistin Dimitra Tiantsi (16) und Sängerin Eliana Schmidt (17) liegen nicht nur musikalisch auf einer Wellenlänge, auch beim Interview mit unserer Zeitung wurde viel gelacht und so manche Anekdote nicht verraten. Da kann man nur erahnen wie lustig es bei der Vorbereitung zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ zuging.

Geprobt wurde seit Dezember – immer, wenn es die Zeit erlaubte. Da mussten auch die Schulpausen herhalten, denn am Wochenende blieb oft zu wenig Zeit zum gemeinsamen Musizieren. Eliana tritt nicht nur als Sängerin auf, sie ist auch in sechs Gesangsgruppen aktiv und leitet zusätzlich mit ihren 17 Jahren schon einen eigenen Chor. Zudem hat sie bereits die C-Prüfung in Kirchenmusik bestanden. Ihr Ziel nach dem Abitur ist ein Studium mit dem Hauptfach Operngesang oder Gesang.

Ähnlich sieht es bei Dimitra aus, die ein Klavierstudium an der Musikhochschule anstrebt. Dafür übt sie seit acht Jahren fleißig und wurde schon mehrfach mit Preisen belohnt. Im Klavierstudio Tatjana Worm-Sawosskaja für begabte Kinder und Jugendliche ist ihr Talent gut aufgehoben. Nach dem Konzept der Schule wird sie von einem ausgebildeten Pianisten unterrichtet: Sergej Korolev hat sehr hohe Ansprüche an seine Schüler und war auch skeptisch vor der ersten Runde des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.

Doch das junge Duo überzeugte die Jury und holte beim Regionalwettbewerb einen ersten Preis mit 25 Punkten. Mit dieser Höchstpunktzahl erhielten sie die Möglichkeit, nun beim Landeswettbewerb aufzutreten – und sie übertrafen auch hier alle Erwartungen! Das Duo glänzte mit einem fein abgestimmten Programm mit Werken von Händel, Nietzsche und Mendelssohn-Bartholdy. Ganz souverän und ohne Lampenfieber – oder wie es in ihren eigenen Worten klingt: „ziemlich entspannt und lustig“ – wurde in Mainz eine hervorragende Leistung abgeliefert, auf die Eltern und Lehrer zurecht stolz sein dürfen.

Nach Lübeck in die Endrunde

Bei Eliana ist es Mutter Christine Schmidt, die gleichzeitig ihre Gesangslehrerin ist und bei diesem Projekt auch viel in Sachen Organisation beigetragen hat. Mit einem weiteren ersten Preis in der Tasche ging die Reise weiter nach Lübeck zum Bundeswettbewerb. „Wir kamen spät am Abend an und mussten schon am nächsten Morgen auftreten“, erzählt Eliana. Für beide war es das erste Mal, dass sie soweit gekommen sind, denn nur die Besten aus ganz Deutschland gelangen zur dritten Etappe des Wettbewerbs.

„Überhaupt einen Preis zu kriegen ist da schon toll, aber dann den Zweiten Preis mit 22 Punkten“, da strahlt Dimitra. Hinter all dem Erfolg steckt viel Arbeit der angehenden Musikerinnen, aber auch Organisation und Motivation, die Eltern und Lehrern zu verdanken ist. Für alle bleibt es ein unvergessliches Ereignis, nicht nur auf musikalischer – auch auf menschlicher Ebene. vl

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional