Schwetzingen

Schwetzinger Freie Wähler Beim Bürgertreff finden Beschlussvorlagen für Gemeinderatssitzung Zustimmung / Beschwerden über Radfahrer in der Fußgängerzone

Lange eingefordertes Friedhofskonzept wird endlich verwirklicht

Archivartikel

„Was lange währt, wird endlich gut“, heißt es zu Beginn der Pressemitteilung der Schwetzinger Freien Wähler (SFW) über den Bürgertreff der SFW am Montag im Restaurant „Die Planke“. Seit 2003 erstellen die Freiwähler in stetiger Reihenfolge eine sogenannte Friedhofsbedarfsanalyse und machen diese auch der Verwaltung zugänglich. „Seit nunmehr 16 Jahren zeigen wir Friedhofsmängel auf und fordern deren Behebung ein,“ schreibt Pressesprecher Carsten Petzold.

Seit dieser Zeit führten die SFW in regelmäßigen Abständen öffentliche Friedhofsbegehungen mit städtischen Verantwortungsträgern durch und berichteten darüber. „Wir wurden“, ergänzt Stadtrat Oliver Völker, „immer wieder belächelt für diese Aktionen, aber wir wissen, wie wichtig der Zustand des Friedhofs für große Teile der Bevölkerung ist. Auch das bloße Lippenbekenntnis der Sozialdemokraten sich für den Friedhof pflegerisch zu verwenden, blieb lediglich ein Lippenbekenntnis.“

„Wir, die Schwetzinger Freien Wähler, waren es, die die ganzen Jahre am Ball blieben und der Verwaltung die Zusage auf Verbesserung abgerungen haben. Dieses Versprechen wird jetzt mit der Beschlussvorlage zum Masterplan Friedhof endlich eingelöst,“ sagte Stadträtin Ulrike Utz abschließend zu dem Thema beim gut besuchten Bürgertreff.

Im Anschluss erläuterte Carsten Petzold die neue Beteiligungsform Jugendlicher in der Kommunalpolitik durch den sogenannten Achterrat. Was letztlich realisierbar und finanzierbar sei, werde auch in der Zukunft volle Unterstützung der Schwetzinger Freien Wähler finden.

Okay fürs Postgelände

Der erneut auf der Tagesordnung stehende vorhabenbezogene Bebauungsplan Postgelände wurde von der Ersten Vorsitzenden Elfriede Fackel-Kretz-Keller sowie Oliver Völker erläutert. Obwohl hier von der Stadtspitze in der vergangenen Gemeinderatsitzung für den Fall der Ablehnung des damals vorliegenden Planes eine düstere wilde Bauprognose prophezeit wurde, liege jetzt doch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vor, der die Zustimmung der Freien Wähler finden werde. Alle geforderten Änderungen, federführend von den SFW eingefordert und von Stadtrat Karl Rupp vorgetragen, wurden berücksichtigt, so dass die Freiwähler guten Gewissens zustimmen könnten.

Vorstandsmitglied Manfred Lutz-Jathe (Anmerkung der Redaktion: Er ist Kämmerer der Stadt Schwetzingen) widmete sich im Anschluss der Gründung der Wohnungsbaugesellschaft, was allgemein begrüßt wurde. Kurzes Zucken bei den Zuhörern ergab sich durch die Tatsache, dass die beabsichtigte Gesellschaftsform keine Verluste ausweisen kann und diese immer durch die Stadt ausgeglichen werden müssen, wenn denn solche auftreten. Da es sich hierbei aber auch um eine langjährige Forderung der Stadtratsvertreter handelt, wird es zur Zustimmung der SFW Fraktion kommen. Uli Utz referierte im Anschluss über die Neukonzeption der städtischen Spielplätze. Dies sei dringend notwendig und soll sinnvoll realisiert werden, daher werden die Schwetzinger Freien Wähler auch hier zustimmen.

„Ebenso werden wir“, so Pressesprecher Petzold, der Saunasanierung im Bellamar zustimmen sowie der Unterstützung für die im Winter geplante Eisbahn auf dem südlichen Schlossplatz. Am Ende eines langen Bürgertreffs gab die Vorsitzende noch „Feuer frei“ für die Anliegen der Besucher. Hierbei ergaben sich erhebliche Beschwerden über Radfahrer in der Fußgängerzone außerhalb der erlaubten Zeiten sowie über eine große Zahl von Pkw und Transportern die tagsüber die Kleinen Planken entgegen der Einbahnregelung befahren. Auch das wollen die Freien Wähler mit dem Ordnungsamt thematisieren. cp

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