Schwetzingen

Kolpingsfamilie Spenden aus den Martinszügen kommen einem Wohnprojekt des Vereins „Pro down“ zugute

Laternen leuchten für guten Zweck

Es ist eine Sache, die alle Achtung verdient, denn bereits seit 55 Jahren organisieren und planen die Mitglieder der hiesigen Kolpingsfamilie den alljährlichen Martinszug in Schwetzingen. Schon vor einigen Jahren kam eine weitere große Herausforderung dazu, denn auch im Hirschacker wird am Martinstag regelmäßig ein Laternenumzug für die Kinder durchgeführt.

Kürzlich trafen sich alle Kolping-Aktivposten im Josefshaus zu einem kleinen Dankeschön-Treffen, bei dem auch eine Spendenübergabe der Einnahmen an den gemeinnützigen Verein „Pro down Heidelberg“ stattfand. „Wir geben dabei die Spenden weiter, die wir beim Umzug selbst erhalten haben“, verdeutlicht der Vorsitzende Alfred Neubrand bei seiner Begrüßung.

Von der Stadt erhalte man als Sponsoring einige Hundert leckere Martinshörnchen für die teilnehmenden Kinder. Als Dank landet seitens der Eltern so mancher Euro in den Spendenkässchen. In diesem Jahr kam dadurch ein Betrag von 550 Euro zusammen. Neben den fleißigen Helfern aus den eigenen Reihen war die Liste der weiteren Unterstützer sehr lang. So wurden die freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei, Schlossverwaltung, Musikverein Stadtkapelle, der städtische Bauhof, der evangelische Posaunenchor Schwetzingen/Oftersheim, die Pfarrer, die Beschallungsfirma „Zwischentöne“, wie auch die St. Martin-Reiterinnen, Pferdehalter und der darstellende Bettler mit einem herzlichen Dankeschön bedacht.

Gisela Wrensch, die Vorsitzende des Vereins „Pro-down“ bedankte sich für die Zuwendung und versicherte, dass diese Spende zu einhundert Prozent in das gerade entstehende Wohnprojekt für am Down-Syndrom erkrankte Menschen in der Schützenstraße 6 fließen wird.

Es könnte schneller gehen

Mit dem derzeit stockenden Baufortschritt sei man nicht zufrieden. „Beim Abriss des vorherigen, fast 90-jährigen Hauses seien leider etliche zeitraubende Probleme hinsichtlich der Statik der Nachbarhäuser aufgetaucht, aber wir streben jetzt eine flotte Fortsetzung der Arbeiten an“, erzählt sie. Es folgte ein sehr interessanter Vortrag der Vorsitzenden, der sich mit dem Wesen und den Ursachen der Krankheit befasste. „Man kann dabei gewissermaßen von einer Laune der Natur sprechen, weil sich unbeeinflussbar bei der Befruchtung eine falsche Zellteilung ereignet. Auffallend bei dieser genetischen Besonderheit ist das Vorliegen von 47, anstelle 46 Chromosomen in den Körperzellen. Vererbbar ist das Down-Syndrom übrigens nicht.

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