Schwetzingen

Geschäftsleben Neue Beleuchtung auf dem DJK-Gelände / Auch die „Alla hopp“-Anlage profitiert

LEDs treffen voll ins Schwarze

Archivartikel

Leuchtende Augen, fröhliche Gesichter und entspannte Stimmung beherrschten die Szenerie auf dem Gelände der DJK Schwetzingen am frühen Donnerstagabend. Grund dafür sind die neuen LED-Installationen, die Sportlern das Leben erleichtern und Unbekannten den Zugang erschweren sollen. „Man muss sich auf jeden Fall warm anziehen. Aber das sind die meisten bei uns gewohnt“, lockt Erwin Rohwer während der Vorstellung der fünf neuen LED-Lampen bei fast allen Zuhörern einen Lacher hervor. Was das Vorstandsmitglied der DJK damit meint, sind die Wintermonate, während derer Bogenschützen, Roll-Hockey-Spieler und Hundesportliebhaber ihrer Leidenschaft zukünftig quasi rund um die Uhr nachgehen könnten.

Gerade für die „Pfeilfrösche“ wurde es in der zweiten Jahreshälfte bislang stets schwieriger ihr Ziel zu treffen. „Wenn die Dunkelzeit kommt, merkst du, dass, wenn du den Pfeil spannst und versuchst anzuvisieren, einfach alles verschwimmt“, traf Bürgermeister Matthias Steffan den Kern des Problems. Diese Zeiten sind nun vorbei.

Mehr Licht wegen „Platzmangel“

Der Bogenschützenplatz erhielt nämlich einen neuen Flutlichtmasten, der die 18 Meter entfernten Zielscheiben zukünftig auch nach Einbruch der Dunkelheit gut beleuchtet. Genau wie der Roll-Hockey-Platz, auf dem sogar zwei neue Masten aufgestellt wurden. Die zwei Masten des Hundesportplatzes verbleiben an Ort und Stelle, sind nun aber ebenfalls mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Dass es überhaupt zur Lichtinstallation kam, ist dem Mangel an alternativen Hallenplätzen geschuldet, auf die man hätte ausweichen können. „Es gibt sehr viele aktive Vereine in unserer Stadt, weshalb die Sporthallen oft ausgebucht sind“, versucht Matthias Steffan den Mangel zu erklären. Der Bürgermeister betont dabei, dass es die DJK war, die die Lichtinstallation vorangetrieben hat: „Es war die Idee und das Projekt des DJK. Wir als Stadt haben sofort gewusst, dass wir es unterstützen wollen. Natürlich hatte die Anlage bereits zuvor eine Beleuchtung. Die war aber irgendwie nichts Richtiges.“ Um Strom zu sparen, fiel die Entscheidung deshalb für LED-Technologie aus, mit der sich bis zu 50 Prozent der bislang benötigten Energie einsparen lässt. Insgesamt lag das Investitionsvolumen bei knapp über 33 000 Euro. Fast zwei Drittel – 19 000 Euro – wurden von der Stadt sowie dem Badischen Sportbund getragen. Die restlichen 14 000 Euro stemmte die DJK selbst. „Natürlich ist das viel Geld für unseren Verein. Nötig war die Investition dennoch. Und vielleicht verhilft uns die Installation ja sogar zu neuen Mitgliedern“, blickt Rohwer mit einem Lächeln in die Zukunft.

Lampen gegen Vandalismus

Darüber hinaus zeigen die energiearmen Lampen wohl schon jetzt einen positiven Nebeneffekt, der auch die benachbarte „Alla hopp“-Anlage betrifft. Auf ihr und weiteren Anlagen in und um Schwetzingen kam es immer wieder zu Vandalismus-Vorfällen (wir berichteten). Auch auf dem Gelände des DJK trieben immer wieder Unbekannte nachts ihr Unwesen. Dies gehöre, so hofft Bürgermeister Steffan, nun wohl der Vergangenheit an. Seitdem die Lampen in Betrieb sind, seien auf dem Gelände der DJK und auf der „Alla hopp“-Anlage nämlich keine Fälle von Vandalismus mehr vorgekommen.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional