Schwetzingen

Geschichte Karl-Wörn-Haus überlässt dem Willi-Heinlein-Schreibmaschinenmuseum in Sinsheim 21 historische Geräte / Unterstützung beim Aufbau

Leihgabe stellt sich schnell als besondere Rarität heraus

Was sich bereits vor einigen Monaten angebahnt hat, ist nun perfekt: Die recht umfangreiche Sammlung historischer Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen des Karl-Wörn-Hauses geht als Dauerleihgabe nach Sinsheim an das aufstrebende Willi-Heinlein-Schreibmaschinenmuseum, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Was als Hobby des Büromaschinenmechanikermeisters Willi Heinlein seinen Anfang nahm, ist seit Juli 2015 ein stetig wachsendes Museum. Auf zwei Stockwerken sind seither 150 Jahre Schreibmaschinengeschichte untergebracht. Das Spektrum reicht von den Anfängen mit der hölzernen Maschine des Erfinders Peter Mitterhofer bis zum Übergang in die digitale Computerwelt. Eine eigene Abteilung ist historischen Rechenmaschinen aus 120 Jahren gewidmet. Die Vielfalt der Maschinen reicht dabei vom Abakus über Rechenschieber bis zur zuletzt gefertigten mechanischen Rechenmaschine mit Ergebnisanzeiger und elektromechanischen Maschinen mit Ergebnisdruck.

Fachgerecht aufgearbeitet

Im Beisein von Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht, Ehrenamtlichen des Heimatvereins Hoffenheim und Schwetzingens Museumsleiter Lars Maurer fand die offizielle Übergabe statt. Lars Maurer resümierte nach der Veranstaltung: „Es ist wirklich beeindruckend, was die Ehrenamtlichen des Heimatvereins Hoffenheim hier in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben. Unsere 21 Maschinen zählende Dauerleihgabe wurde schon seit vielen Jahren nicht mehr der Öffentlichkeit präsentiert, was sich wohl auch in der näheren Zukunft nicht geändert hätte.“

Zudem fehle die Expertise, die Geräte angemessen zu pflegen und wissenschaftlich aufzuarbeiten, so Maurer – „Nun sind die Maschinen dauerhaft öffentlich zugänglich und werden fachgerecht aufgearbeitet. Eines unserer Geräte konnte bereits als besondere Rarität herausgestellt werden. Mich persönlich freut vor allem, dass die Stücke hier in der Region bleiben und dem noch jungen Museum beim Aufbau helfen.“ zg

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